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SIEM REAP
 

SAMSTAG, 05.02.2005
Wir werden pünktlich geweckt und zum Flughafen begleitet. Unser Guide Herr Vy darf zwar nicht mit in die Ablughalle, wartet aber draußen, bis wir Gepäckkontrolle, CheckIn und Bezahlung der Flughafensteuer erledigt haben und uns in Richtung Boardingbereich begeben. Er winkt noch einmal zum Abschied.
Wir trinken noch einen Kaffee und fliegen anschließend mit einer Propellermaschine der Bangkok Airways gleichen Typs, wie die mit der wir nach Luang Prabang geflogen sind. Der Flug dauert 45 Minuten und wir landen auf einem kleinen Flughafen in Siem Reap. Ein Gepäckband gibt es nicht, sondern ein abgetrennter Bereich mit einer Art zu niedrig geratener Theke. Auf dieser wird durch Mitarbeiter des Flughafens jedes einzelne Gepäckstück abgelegt, das die Reisenden dann übernehmen.


 
 



 

Außerhalb des Gebäudes werden wir von unserem deutsch sprechenden Guide und seinem Fahrer erwartet.
Wir erhalten die ersten Informationen und übergeben Lichtbilder für die Dreitage-Ausweise Angko Wat.
Zu unserem Erstaunen stellen wir fest, dass die Kosten für diese Ausweise (je 40 USD) im Reisepreis inbegriffen sind, wie übringens alle Eintrittsgelder. Zusatzkosten für die Benutzung der Viedeokamera oder und des Fotoapparates mussten wir selbstverständlich selber tragen.

Wir erhalten für den CheckIn im Angkor Saphir Hotel 30 Minuten Zeit und beginnen anschließend unser Kulturprogramm.

Siem Reap dient als Ausgangspunkt zur Entdeckung von Angkor, der antiken Hauptstadt des Khmer Reiches. Unsere Stationen am ersten Tag:

1. Angkor Wat
2. Mittagessen (wohl verdient)
3. Angkor Thom

Anschließend fahren wir ins Hotel und suchen direkt in der Nähe (200 Meter zu Fuß) eine Restaurant auf, dass unser Guide empfohlen hat. Nach einem leckeren Essen gehen wir wieder ins Hotel und fallen hundemüde ins Bett.


 
 
   



 

SONNTAG, 06.02.2005
Das Frühstück ist reichhaltig und der Kaffee etwas zu stark, mit Milch und Zucker aber trinkbar.
Punkt 08.00 Uhr werden wir wieder abgeholt und fahren in den Bereich von Angkor. Unsere heutigen Stationen:
Banteay Srei, Pre Rup, Banteay Kdei, Sras Srang.


 
 
   
 



 

Nach den ersten Eindrücken haben wir uns unsere Mittagspause redlich verdienst. Anschließend besuchen wir noch folgende Tempelanlagen:
Prasat Kravan, Ta Prohm, Ta Keo, Thommano und Chaosay Tevoda.

Zum Abschluß des heutigen Tages machen wir eine Ballonfahrt (11 USD pro Person). Eine runde Plattform wird an einem Ballon hängend ca. 200 Meter in die Luft gelassen.Aus dieser Höhe bietet sich ein fantastischer Rundumblick. Leider ist der Blick auf Angkor Wat durch diesige Luft erheblich getrübt. Darüber hinaus liegt das Zentrum der Anlage sehr weit entfernt, sodass man einen starken Zoom benötigt, um das Motiv formatfüllend abzubildend.
Danch fahren wir ins Hotel, um uns vom Staub des Tages zu befreien und gehen abends wieder in das Hotel des Vorabends - SAMAPHEAP RESTAURANT. Das Essen schmeckt genauso hervorragend wie am Vorabend.
Der Kellner ist ganz begeistert, dass ich drei kambodschanische Redeformen sprechen kann und macht mit uns zwischen der Bedienung seiner Gäste noch einen Sprachkurs. Rundum zufrieden begeben wir uns wieder ins Hotel und freuen uns auf den morgigen Tag.


 
 



 

MONTAG, 07.02.2005
Um 08.00 Uhr werden wir wieder einmal pünktlich an der Rezeption in Empfang genommen. Am Vormittag steht eine Bootsfahrt auf dem Tonle Sap-See an. Wir besuchen ein schwimmendes Dorf, in dem sowohl Khmer als auch Vietnamesen leben. Die Anfahrt führt zunächst über eine gute geteerte Straße. Dann verlassen wir den städtischen Bereich. Während der Regenzeit im Oktober breitet sich der See bis zu diesem Punkt aus. Das schwimmende Dorf wir dann auch bis zu diesem Punkt verlegt. D.h., dass die Einwohner mit Sack und Pack, gezogen von einem starken Boot, ihren Hausstand hierher verlegen, rund 8 km vom derzeitigen Standort (Schwimmort) entfernt. Auf einem Damm, den wir zunächst in Richtung See befahren, befindet sich die "Straße", eine staubige Lehmpiste mit vielen Schlaglöchern. Da diese Straße während der Regenzeit häufiger überschwemmt wird, sehen die Regierenden keine Veranlassung, hier eine befestigte zu bauen.
Wir fahren ca. 6 km und erreichen einen kleinen Fischmarkt, auf dem auch alles andere an Waren des täglichen Bedarfs verkauft oder getauscht werden. Hier befinden sich auch Büros der einzelnen Reiseagenturen und die Touristenboote. Auf ein solches steigen wir um und fahren noch ca. 2 km weit raus auf den See. Unsere Bootsmannschaft besteht aus dem Kapitän ca. 15-16 Jahre alt und der Bootsjunge 10 Jahre alt. Beide haben reichlich zu tun, über die ersten 500 Meter einen Weg zwischen den angelegten und gerade los fahrenden Booten zu finden.


 
   
 
   



 

Auf dem See angekommen, fahren wir zwischen den schwimmenden Häusern des Dorfes hindurch. Hier ist alles vetreten: Werkstätten, Tankstellen, Geschäfte, Restaurants und sogar eine katholische Kirche. Ebenso gibt es schwimmende Schulen. Der Besuch der Schule ist übrigens frei gestellt und kostenlos. Kinder, die zu Hause mit für den Lebensunterhalt sorgen müssen, besuchen hingegen keine Schule und werden in der Regel Fischer, wie ihre Väter.
Wir halten an einem größeren Boot an und besichtigen die in Aquarien gehaltenen Fische des Sees, Krokodile, die nach Thailand verkauft werden und eine Schlange (Boa), die ihm angrenzenden Dschungel gefangen wurde. Der Dschungel ist unter Schutz gestellt. D.h., hier dürfen keine schwimmenden Häuser verankert werden, damit die Fische hier in Ruhe laichen können und ein ständiger Nachschub für den gewährleistet ist.
In Schaukästen sind die verschiedenen Fangmethoden der Fischer plastisch dargestellt.
Jede Fangmethode führt zu unterschiedlichen Ergebnissen, was die Quantität betrifft.
Die größte Menge Fisch kann mit einem großen Fischkutter eingefahren werden. Hierzu bedarf es eine gesonderten Genehmigung und eines Zusammenschlusses mehrer Fischer, da die Miete ca. 20.000 USD beträgt.


 
 
 



 

Zwischendurch wird der laute Schiffsmotor abgestellt und unser Boot treibt einfach nur dahin. Die 10 Minuten genießen wir, zumal die tiefstehende, aufgehende Sonne für ein fantastisches Lichtspiel auf der Wasseroberfläche sorgt. Nach einstündiger Fahrt legen wir wieder an.In der Stadt werden wir auf Wunsch weit vor dem Hotel rausgelassen und wir gehen die Straße in Richtung Königs-Residenz. Wir brauchen einen längeren Fußmarsch, um den Markt zu finden. Schöner Schmuck wird hier angeboten. An dem ein oder anderen Teil kann Tina natürlich nicht vorbei gehen und wir kaufen wieder ein paar Mitbringsel ein.
Nachmittags geht unser Programm weiter. Zunächst besuchen wir Preah Khan und anschließend Phnom Bakhang, um dort den Sonnenuntergang zu erleben. Zwei Wege führen nach oben - der direkte , steile Aufstieg oder in Serpentinen, auf denen auch Elefanten aufsteigen, die man mieten kann (Aufstieg 15 USD und Abstieg 10 USD).


 
 



 

Oben erwartet uns die Anlage und eine Menge Touristen, die alle den Aufstieg auf sich genommen haben, um von hier den Sonnenuntergang einfach nur zu beobachten, fotografieren oder filmen zu wollen. An einer Stelle hat man noch einmal einen freien Blick auf Angkor Wat, wenn auch durch diesiges Wetter etwas eingeschränkt. Wir suchen eine strategisch gute Position und warten auf den Untergang der Sonne am Horizont. Wie ein Startschuss wirkt das Verschwinden der Sonne und die Massen setzen sich in Bewegung, um die Anlage und auch den Berg zu verlassen, teilweise auf Elefanten.
Nach einem schönen Sonnenuntergang ist unser heutiges Programm beendet.


 
   
 
   



 

DIENSTAG, 08.02.2005
Unser Abreisetag. Um 09.00 Uhr fahren wir zu den Werkstätten "Artisans d'Angkor.
Hierbei handelt es sich um eine "Schule" für das Kunsthandwerk, die bis zum Jahr 2000 von den Franzosen finanziert wurde. Mittlerweile werden die produzierten Waren verkauft und die ausgebildeten Meister tragen ebenfalls zur Finanzierung bei. Ausgebildet werden Holzschnitzer und Steinmetze. Verkauft werden aber auch Arbeiten aus Seide. Wir erhalten einen Führer der mit englischen Kommentaren beginnt und dann auf die deutsche Sprache wechselt und diese sehr gut beherrscht. Nach ca. 30 Minuten ist die Führung beendet und wir "landen" im Verkaufsshop der Anlage. Die ausgestellten Produkte sind außergewöhnlich schön, aber auch außergewöhnlich teuer, sodass wir es uns aufs Betrachten beschränken.


 
   
 
   



 

Nach einem letzten Kaffee in Siem Reap verlassen wir am Nachmittag Kambodscha wieder in Richtung Bangkok.


 
   



Phnom Phen

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