Sie sind hier: Kambodscha Sehenswürdigkeiten  
 KAMBODSCHA
Land & Leute
Klima
Essen & Trinken
Reisebericht
Hotels
Sehenswürdigkeiten

PHNOM PENH - NATIONALMUSEUM
 

Das Nationalmuseum
Das Nationalmuseum (Albert-Sarraut-Museum), nördlich des Königspalastes an der 13, Straße, wurde 1917-1920 von französischen Wissenschaftlern aus roten Ziegeln in einem Pseudo-Khmer-Stil als Rechteck (66 x 54 m) um einen Innenhof erbaut. Es unterstand bis 1951 dem Französischen Gouverneur für Indochina und wurde bis 1966 von französischen Wissenschaftlern unterstützt.

Die Roten Khmer zwangen die Museumsleitung 1975 zum Verlassen Phnom Penhs, der Museumsdirektor kam ums Leben. Die Sammlungen wurden von den Roten Khmer dezimiert und in völliger Unordnung hinterlassen. Nach 1979 konnten nur die notwendigsten Arbeiten vorgenommen werden. Das Museum wurde am 13, April 1979 wieder eröffnet und ist seitdem teilweise restauriert worden. Es bietet die Möglichkeit, einen Überblick über Khmer-Plastik und Bronzeguß zu gewinnen. In den Tempeln von Angkor sind nur buddhistische Statuen der Nach-Angkor-Zeit anzutreffen.

Weitere Sammlungen befinden sich im Nationalmuseum in Bangkok und im Musee Guimet in Paris.

Rundgang: In dem Querbau rechts und links vom Eingang sind kleinere Objekte, besonders Bronzen, ausgestellt.
Statuen-Sammlung: An einer überschaubaren Anzahl von Exponaten läßt sich die Entwicklung der Plastik und die schrittweise Entstehung der Rundplastik verfolgen, die im 6. Jh. Begann. Die Einteilung und Bezeichnung der Stile erfolgte durch französische Wissenschaftler.

Diese Stile überschneiden sich häufig zeitlich, beeinflussen sich gegenseitig, entwickeln sich nebeneinander her und unterscheiden sich oft nur durch geringfügige Einzelheiten voneinander.



DIE ENTWICKLUNG DER FIGÜRLICHEN KUNST (NATIONALMUSEUM)
Stil von Phnom Da 514-539
Während der Regierung König Rudravarmans waren die Fu Nan bereits auf dem Weg, ihre indischen Lehrmeister zu übertreffen, die keine hinduistischen Rundplastiken geschaffen haben.

Im 6. Jh. begann der lange Weg zur freistehenden Rundplastik zunächst mit der Loslösung der überlebensgroßen Sandsteinstatuen von der Rückwand, die durch Bögen ersetzt und später auf Pfeiler reduziert wurde. Die sorgfältige Modellierung und Bearbeitung der Rückenpartien läßt das Ziel deutlich werden. Vor eine zusätzliche statische Aufgabe wurden die Künstler durch die unumgängliche Ikonographie gestellt. Die Hindu-Götter tragen in ihren vier oder acht seitlich emporgestreckten Armpaaren Symbole wie Donnerkeil, Muschel, Diskus, Lotosblüten. Als nächsten Schritt stützten sich, wenn es die Ikonographie erlaubte, die unteren Armpaare auf ihre Waffen. Die gleiche kaum noch als Stütze wahrnehmbare Funktion übernahmen zeitenweise die Vorderpartien der Lendenschurze, die, bis auf den Boden herabhängend, als drittes Bein dienen. Bis auf die Sockel fallende Mönchsgewänder erleichtern die Statik bei den Buddha-Statuen.

Fein bearbeitete, runde Gesichter mit leichtem Lächeln, gebogenen Nasen und zusammenstoßende Stärke und Entschlossenheit andeutende Augenbrauen, kennzeichnen die männlichen Statuen, weibliche wurden am Phnom Da nicht gefunden. Der am häufigsten dargestellte Gott Vishnu ist an einer konischen Krone zu erkennen, während die Haaraufbauten des Gottes Shiva aus mehrfach geschlungenen Knoten bestehen.

Veränderte Haartrachten, aber auch die feiner und reicher bearbeiteten sampot, Lendenschurze erleichtern in der Folgezeit die chronologische Einordnung der Plastik. Die frühen Statuen sind ohne Schmuck dargestellt. Sie wurden bei Zeremonien und Festen mit kostbaren Geschmeiden aus Gold, Edelsteinen und Perlen aus den Tempelschätzen behängt.

Eine zwischen 540-600 zu datierende Gruppe von Statuen, König Bhavavarman I zugeschrieben, ist weniger sorgfältig bearbeitet.

Die frühen Buddhas wurden stehend, die späteren sitzend dargestellt. Sie weisen die gleichen Qualitätsunterschiede auf. Ihre Gesichter ähneln denen der Hindu-Götter, die Haartracht besteht aus eng gerollten, am Kopf anliegenden Locken.

Stil von Sambor Prei Kuk 600-650
Es wurden auch weibliche Statuen gefunden. Die Hindu-Göttin Uma stammt aus der Nordgruppe des Sambor Prei Kuk, eine Lakshmi aus dem Tempel Koh Kuk Krieng bei Kratie am Mekong. Beide erinnern durch ihre üppigen Körperformen an indische Frauengestalten. Die Röcke sind von einem Gürtel gehalten und wirken durchsichtig. Von der Taille bis zum gerafften Saum verläuft eine gerade Falte. Der Hari-Hara (Vishnu-Shiva in einer Gestalt) an einem Stützbogen lehnend, unterscheidet sich von den Statuen am Phnom. Da durch eine gut modellierte Körpermuskulatur, ein schmaleres Gesicht und ausdrucksvolle Gesichtszüge.

Stil von Prei Kmeng 635-700
Die weiblichen Gestalten zeigen starke Veränderungen, sie haben sich von den üppigen indischen Vorbildern gelöst und orientieren sich an der zierlichen Gestalt des eigenen Frauentyps. Als Beispiel dient die Statue der Göttin Lakshmi aus dem Prasat Thleang.

Gefunden wurden Shiva-, Vishnu-, und Hari-Hara-Statuen. Neu sind Statuen des in Indien selten dargestellten Hindu-Gottes Brahma wie der Brahma von Sambor. Aus Ak Yum (Angkor) stammen kleine Bronze-Buddhas und –Bodhisattvas, die mit dem Auftreten des Mahayana-Buddhismus häufiger vorkommen.

Der Stützbogen bleibt weiter in Funktion. Der Haaraufbau erscheint durch Stilisierung vereinfacht. Die runden Gesichter sind ausdrucksvoll. Bei den Bronzen fallen die als horizontale Linie stark hervorgehobenen Augenbrauen auf, die sich später auch bei Steinplastiken finden. Neu sind auch die einfachen Lendentücher, die nur bis auf die Schenkel reichen und seitlich mit einer Schließe befestigt sind.

Stil von Prasat Andet 657-681
weist fast nur hinduistische Plastiken auf, an denen ein weiterer Schritt zur Rundplastik zu beobachten ist. Viele Statuen haben noch einen Stützbogen, andere werden von einer steinernen Leiste abgestützt, aus der die Füße herausgearbeitet sind.

Die männlichen Körper sind wenig betont, nur die Schultern wirken breiter. Die Kopfbedeckung der Männer besteht aus einer Mitra, die weit in die Stirn heruntergezogen ist und über den Ohren spitz endet. Die schmaleren Gesichter haben Schnurrbärte. Kurze Lendentücher, sampots, wie sie heute noch von den Bauern getragen werden, sind zwischen den Beinen durchgezogen. Eine stärkere Raffung bewirkt auf dem linken Oberschenkel eine beutelartige Falte, die abgewandelt von späteren Stilen übernommen wird.

Weibliche Statuen haben schmale Taillen, volle Brüste und runde leere Gesichter. Ihre weiten Röcke haben vorn eine senkrechte Falte, über den Schenkeln Querfalten und ebenfalls Beutel unterhalb der Taille. Die Falten werden zuweilen nur noch durch Einritzungen angedeutet. Der Schmuck ist nun in den Stein gemeißelt.

Der Hari-Hara vom Prasat Andet wird von vielen Autoren als schönste Plastik der Khmer-Kunst oder sogar des indisierten Asiens bezeichnet. Er strahlt Harmonie und Schönheit aus, und die Körpermuskulatur, die bei den Statuen dieses Stils eher vernachlässigt wirkt, erscheint hier vollendet.

Stil von Kompong Preah 706-800
ist nur durch wenige Plastiken belegt. Shiva-Statuen wurden in dieser Stilepoche häufig durch Darstellungen des lingam ersetzt. An die Stelle des Stützbogens treten zuweilen Pfeiler.

Die Gesichter der Männer sind wieder rund und so ausdruckslos wie die der Frauen. Sie haben ihre Frische und ihr Lächeln verloren. Auf den stilisierten Haaren thronen einförmige Zylinder als Kopfbedeckungen. Zwar bleiben die Beutel auf den Schenkeln, aber die Falten sind nur noch eingeritzt. Die Kunst ist kraft- und seelenlos geworden.

Stil von Kulen 802-875
bedeutet einen Neuanfang. Das Khmer-Reich steht nun im Zeichen des Gottkönigtums und die Könige sind aus den Bergen in die Ebenen von Angkor gezogen. Es sind keine weiblichen Plastiken bekannt. Die männlichen Statuen wirken wieder kraftvoll. Anfänglich stützen sie sich, wie der Vishnu von Rup Arak, noch auf ihre Waffen, dann ist die freistehende Rundplastik erreicht. Breite sehr männliche Gesichter werden durch die kräftige horizontale Linie der zusammenstoßenden Augenbrauen bestimmt und haben weiterhin Schnurrbärte. Die Haare reichen bis zu den Schläfen und werden von einer Mitra bedeckt.

Gegen Ende der Stilepoche erscheint dann der kronenförmige Kopfputz, der zu einen Merkmal der angkorianischen Plastik wird. Die Kleidung ändert sich wenig, die kurzen sampots haben nun vorn einen Überfall.

Stil von Preah Ko 875-895
steht am Ende der Entwicklung, die mit dem Reich Fu Nan am Phnom Da begann und von den Chen La weitergeführt wurde. Er ist aber auch der erste der sieben Khmer-Stile, aus denen der Stil von Angkor Wat, die klassische Periode der Khmer entstanden ist.

Die freistehenden Rundplastiken deuten durch einen leichten Schwung in der Hüftpartie erstmals eine Bewegung des Körpers an. Nur die plumpen kräftiger Beine lassen noch an Stützsäulen denken. Das garuda-naga Motiv der indischen Mythologie, die Verfolgung der Schlange durch den mythischen Vogelmenschen garuda, bietet sich an, um Tierkörper in Bewegung darzustellen.

Die Bewegung auf den menschlichen Körper zu übertragen, blieb ein Versuch. Ein gelungenes Beispiel ist eine Gruppe, ein Gott oder König mit seinen Frauen in einem Nebentempel des Bakong in Roluos. Neu ist daran auch die Darstellung von Gruppen. Sie steht vermutlich in Zusammenhang mit dem Entstehen der Reliefs im gleichen Zeitraum. Was im Stil von Preah Ko als Versuch erschien, wird erst im Stil von Koh Ker wieder aufgenommen.

Die männlichen Statuen wirken untersetzt und weisen sonst wenig Neues auf. Zusätzlich zum Schnurrbart erscheint ein Backenbart. Der Lendenschurz ist glatt. Faltenbeutel und auch der vordere Überfall bleiben.

Die Frauenkleidung ist reich verziert. Vom Gürtel fällt vorn ein Faltenteil am Rock herunter, ein anderes ist um den Gürtel geschlungen und ein Schoß endet auf dem linken Oberschenkel. Die Körper erscheinen üppiger. Alle Statuen tragen kronenartige Diademe.

Stil von Bakheng 893-925
Die angedeutete Bewegung ist verschwunden. Sie kehrt erst im Stil von Koh Ker zurück. Die Statuen werden nun streng frontal dargestellt.

Die männlichen Statuen sind wieder schlanker, die Gesichter erscheinen durch die akzentuierte horizontale Linie der Augenbrauen strenger. Das Lendentuch ist gefältelt, die Faltentasche bleibt, der vordere Überfall ist verdoppelt. Auch das Frauengewand zeigt Fältelungen, das Diadem thront auf einem hohen Haaraufbau.



Stil von Koh Ker 921-944
Die Götterstatuen folgen dem Stil von Bakheng. Ihre Haare reichen bis zu den Schläfen, Backen- und Schnurrbärte und die geraden Linien der Augenbrauen bleiben unverändert. Die männliche Kleidung wirkt stilisiert und hat weiter den doppelten Überfall und den Beutel auf dem linken Oberschenkel. Die Figuren zeigen reichen, in den Stein gemeißelten Schmuck.

Völlig neu und einmalig in der Khmer-Kunst sind in Koh Ker Gruppen von Kolossalstatuen, Menschen und Tieren, denen gemeinsam ist, daß sie sich in lebhafter Bewegung befinden. Yakshas, gute und böse Halbgötter als Wächtergestalten, zeigen Drohgebärden. Ringkämpfer, spielende und zankende Affen und das garuda-naga Motiv scheinen von den Künstlern ausgewählt, um ihre Figuren völlig von der Konvention und Frontalität zu befreien.

Nach den aller asiatischen Kunst gesetzten Maßstäben sind damit Tradition, Ästhetik und Ikonographie gebrochen. Das scheint nur möglich, wo es sich um profane Themen und Sujets handelt, die Gestalten der Götter bleiben von diesen Versuchen unangetastet. In die spätere angkorianische Kunst wird nur das Garuda-Naga-Motiv übernommen. Im übrigen bleibt es bei den beiden Versuchen am Bakong (Stil von Preah Ko) und in Koh Ker.



Stil von Pre Rup 947-965
entsteht nach Rückkehr der Könige aus dem Norden nach Angkor. Die Plastik erfährt keinen bedeutsamen Wandel. Tierplastiken, besonders Löwen als Wächter auf den Tempelterrassen, sind stilisiert und bewegungslos.

Stil von Banteay Srei 965-1000
betrifft nur ein kleineres Heiligtum, erbaut von einem Brahmanen. Es steht im Grund für sich allein, ohne Bezug auf die Kunst der Khmer-Könige, die immer mehr zur Monumentalität drängt.

Die wesentlichen Elemente dieses Stils sind in der Architektur, im Baudekor und Relief zu finden und neigen zu Fülle und Überschwang. Die Plastik ist ansprechend und wirkt durch ihre lächelnde Natürlichkeit, besonders der Frauengestalten. In Banteay Srei werden alle Stile vorangegangener Perioden wieder aufgegriffen. Als Gesamtwerk ist es neu, ohne daß daraus für die Khmer-Kunst etwas Neues entsteht.

Die Tympanons von Banteay Srei vermitteln einen Eindruck von der Relief-Kunst. Die Plastiken sind, den Ausmaßen des Tempels entsprechend, klein. Haartracht, Kleidung und Schmuck gleichen früheren Stilen.

Stil von Khleang 965-1020
scheint, nach den wenigen gefundenen Plastiken zu urteilen, diese wenig verändert zu haben. Die männliche Kleidung ist vereinfacht, der Überfall verschwunden. Die Röcke der Frauen beginnen tief unter dem Nabel, setzen im Rücken höher an und sind vorn aufgeschlagen.

Stil von Baphuon 1010-1080
Die Plastik hat ihren Zenith erreicht und wird in Zukunft hinter dem von den Khmer-Bildhauern bevorzugten Relief zurückstehen. Harmonie und Vollendung sind die Grundzüge des Stils von Baphuon, der sich lediglich mit dem Stil von Angkor Wat vergleichen läßt.

Die Vollplastik strahlt Natürlichkeit und Unbefangenheit aus. Die Gestalten sind schlank und graziös geformt und haben runde, lächelnde, feingeschnittene Gesichter. Die Kleidung der männlichen Statuen ist schlichter, fein gefältelt und wirkt harmonisch. Auch bei diesen Statuen ist die Rückenpartie der Schurze nun höher angesetzt und die Vorderseite läßt den Nabel frei. Das Frauengewand ist ähnlich geschnitten, hat aber vorn einen Überfall und einen geknoteten Gürtel.

Teile einer Kolossalstatue, die an den Stil von Koh Ker erinnern, wurden im Westlichen Mebon Tempel gefunden. Der liegende Vishnu aus Bronze muß etwa vier Meter lang gewesen und in mehreren Teilen gegossen worden sein. Nur der Kopf und ein Teil des Oberkörpers wurden gefunden. Sie lassen die Lösung von der Konvention durch Bewegung und Ausdruck erkennen.

Stil von Angkor Wat 1100-1175
ist die Vollendung der Khmer-Kunst. Seine Höhepunkte liegen in Architektur, Baudekor und Relief. Die Vollplastik tritt, vielleicht von den Bildhauern gewollt, dahinter zurück Andererseits ist sie auch nur durch verhältnismäßig wenige Beispiele bekannt. Aus dem Haupttempel des Angkor Wat blieb keine Statue erhalten. Es muß daran erinnert werden, daß die bedeutenden Götter, die in Bronze und Edelmetallen dargestellt waren, Tempeldieben zum Opfer fielen. Aus dem vorhandenen Material und Inschriften läßt sich jedoch erkennen, daß die Statuen streng und steif frontal dargestellt waren und die Gesichter ausdruckslos wirkten.

Das Haar ist im Nacken zu einem Knoten, mukata, gewunden oder zu einem jata-mukata, einem Doppelknoten, auf dem Kopf geschlungen und von einer Krone geschmückt.

Unter den buddhistischen Darstellungen sind die naga-Buddha häufig. Ihre Ikonographie bezieht sich auf eine Legende, nach der Buddha, in Meditation versunken, von dem zusammengerollten Schlangenkönig, der seine gespreizte Haube schützend über ihn breitete, durch die anbrandenden Wassermassen getragen wurde.

Die naga, aus den frühen Kulten der Naturreligionen stammend, taucht vielfach im Shivaismus und Vishnuismus auf. Sie fand auch Eingang in die buddhistische Glaubenswelt des indisierten Asiens.

Stil von Bayon 1177-1230

Die buddhistische Phase der Khmer-Kunst erweitert die Ikonographie, ohne auf hinduistische Motive zu verzichten. Die Steinplastik fügt sich dem Monumentalstil von Jayavarman VII. schafft Kolossalstatuen und findet ihren spektakulärsten Ausdruck in den Gesichtstürmen des Bayon, an den Toren von Angkor Thom und anderen Tempeln, sowie in den Riesengestalten der Götter und Dämonen vor den Toren Angkor Thoms. Jayavarman VII, treibt seine Bauten, besonders seine späten Werke, mit einer Eile voran, die einen Mangel an Sorgfalt und Feinheit der Bearbeitung unumgänglich machen.

Zu den schönsten Schöpfungen dieses Stils gehört ein Lokiteshvara aus dem Tempel Preah Khan, der wahrscheinlich den Vater des Königs darstellt. Die verklärte Ruhe, die aus diesen Zügen spricht, findet sich auch in anderen Werken von Jayavarman VII. Die Vorliebe für Darstellungen des Naga-Buddhas bleibt. Aus der Fülle der Bronzestatuen blieben nur wenige erhalten.

Mit dem Werk von Jayavarman VII ist die Kunst der Khmer erschöpft. Auch nach dem Verfall Angkors entstehen in den Hauptstädten Kambodschas Plastiken aus verschiedenem Material. Es sind beachtenswerte Werke darunter, aber mit der Khmer-Kunst von Angkor lassen sie sich kaum vergleichen.


Phnom Penh - Königspalast | Phnom Penh - Silberpagode

Druckbare Version