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PHNOM PENH - KÖNIGSPALAST
 

Südöstlich des Nationalmuseums, mit dem Eingang am Samdach Sothearos-Boulevard, dem Fluß zugewandt, liegt der Königspalast. Die heutigen Palastbauten entstanden im 20. Jh. anstelle der 1813 erbauten Banteay (Zitadelle) Kev. Grundriß und Baustil des Palastes und des durch eine Mauer getrennten Tempelbezirkes sind stark von dem Königspalast und den königlichen Tempeln in Bangkok beeinflußt. 1970, bei dem Staatsstreich des Generals Lon Nol, wurde der Palast von den Aufständischen übernommen. Bereits in dieser Zeit kamen wertvolle Gegenstände abhanden. Zwischen 1975 und 1979, der Ära der Roten Khmer, wuchsen Wald und Gras im Palastgelände, und er wurde – „Palast der Vögel“ genannt. Die Dächer waren beschädigt, Türen und Fenster aufgebrochen. Nach 1979 wurde der Palast zum Museum erklärt und Besuchern zugänglich gemacht. Seit Prinz Sihanouk im November 1991 nach Phnom Penh zurückkehrte, ist das Palastgelände geschlossen.

Die wichtigsten Bauwerke: Der Pavillon Chan Chhaya (2) wurde 1913 von König Norodom im Stil eines älteren Holzbauwerkes errichtet. Er dient bei besonderen Anlässen klassischen Musik- und Tanzveranstaltungen, wurde aber auch schon als Tribüne bei Ansprachen an nationalen Gedenktagen von König und Staatsoberhaupt benutzt. Der Pavillon erhebt sich über dem Haupteingang zum Palastgelände und ist vom Platz vor dem Palast aus sichtbar.



Die Thronhalle (4) Prasat Tevea Vinichhay in der Mitte der Palastanlage ist 100 m lang und 30 m breit. Sie wurde 1913-1917 unter König Sisowath von dem Khmer-Architekten Oknha Tep Nimit Mak erbaut und ersetzte einen hölzernen Palast aus dem Jahr 1869. Ihr prasat ist 57 m hoch. Das Bauwerk diente der Krönung der Könige sowie offiziellen Empfängen und traditionellen Zeremonien. In der Mitte der Halle befindet sich der goldene Thron als Symbol der Monarchie. Über dem Thron mit den Sesseln für König und Königin ragt ein siebenfacher, sich verjüngender Schirm. Zu beiden Seiten der Halle stehen Sessel der Hofbeamten. Viele Gegenstände wurden von den Roten Khmer zerstört oder beschädigt. An den Innenwänden ist das Ramayana-Epos dargestellt.



Boskot, der Triumphwagen für die Krönung, ist aus Holz geschnitzt und mit Gold überzogen. Er gleicht einem Schiff, das auf einem Drachen ruht.

Samran Phirum (3), "Gutes Schlafen", heißt ein kleineres Gebäude im Norden der Thronhalle, das zur Aufbewahrung der traditionellen Musikinstrumente diente. Es wurde später auch von König und Königin benutzt, bevor sie die Elefanten bestiegen. Auch die Elefantenställe befanden sich innerhalb des Palastes.
Khemarin: dieser Palast wurde 1930 als Residenz des Königs errichtet.

Sahametrei, "Klub der Offiziere", ist ein 1958 für die Offiziere der königlichen Garde erbauter Pavillon. Königin Kossomak, die Mutter des Prinzen Sihanouk, verließ nach dem Tod des Königs Suramarit den Khemarin-Palast und benutzte Sahametrei als Residenz.

Vihear Suor, ein buddhistischer Tempel, wurde 1930 von der königlichen Familie erbaut. Sein Name stammt von einer Buddha-Statue, die König Monyvong aus dem Vihear Suor in der Provinz Kandal nach Phnom Penh gebracht hat.

Die Phochani-Halle (8) aus dem Jahr 1913 wird als Audienzhalle, aber auch für Aufführungen des Königlichen Balletts benutzt.

Der Napoleons-Palast (7) oder Eiserne Palast ist ein Geschenk von Napoleon III. an König Norodom aus dem Jahr 1869, im französischen Stil erbaut.

Das Königliche Kabinett, auch als Residenz des Regenten benutzt, hinter dem Napoleons-Palast gelegen, stammt aus dem Jahr 1948.


Phnom Penh - Killing Fields | Phnom Penh - Nationalmuseum

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