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PHNOM PENH - TUOL SLENG MUSEUM
 

Das Tuol-Sleng-Museum oder "Museum des Völkermords" dient der Erinnerung an die Verbrechen im ehemaligen "Sicherheitsgefängnis 21" der Roten Khmer in Phnom Penh, Kambodscha.
Es handelt sich dabei um ein ehemaliges Schulgebäude der Stadt, das Gymnasium "Tuol Svay Prey" in der 103. Straße, das von den Roten Khmer nach der Eroberung Phnom Penhs der systematischen Folterung der Insassen diente. Wer die Folter überlebte, wurde auf den Killing Fields des Ortes Choeung Ek vor den Toren der Stadt mit Schaufeln erschlagen, um Munition zu sparen.
Insgesamt sieben Gefangene überlebten, alle Maler oder Bildhauer, deren Aufgabe es war, Porträts oder Zementbüsten Pol Pots, des "Bruder Nr. 1", herzustellen. Der ehemalige Leiter des Folterzentrums, Kang Kek Leu, bekannt unter dem Pseudonym Dëuch, ist derzeit - vor dem geplanten Beginn des so genannten Khmer Rouge-Tribunals der UNO - neben Ta Mok, dem Nachfolger Pol Pots als "Bruder Nr. 1", der derzeit einzige Rote Khmer, der in einem Gefängnis einsitzt, nachdem er für den Tod von 20.000 bis 30.000 Menschen verantwortlich gemacht wird. Angeblich ist er allerdings auch der einzige hochrangige ehemalige Parteigänger, der seine Taten öffentlich bereut.
Eingerichtet wurde das Museum nach dem Einmarsch der Vietnamesen im Jahre 1979. Dëuch selbst konnte fliehen, nachdem er die Liquidierung aller Insassen angeordnet hatte. Genügend Zeit, die umfassende Dokumentation der dort begangenen Greueltaten vernichten zu lassen, hatte er allerdings nicht mehr. Nachdem die Vietnamesen 1989 das Land verlassen hatten, arbeitete Dëuch zunächst unerkannt für die UNO bis er im Jahre 1999 verhaftet wurde.
Das Cambodia Genocide Program der Yale University bezieht seine Unterlagen zu einem großen Teil aus den dort vorgefunden Photos, Namenslisten und Verhörprotokollen und Anordnungen der Partei.
Gemälde eines der wenigen Überlebenden, des Malers Vann Nath sind dort ebenso zu sehen wie das Bild einer aus Totenschädeln zusammengesetzte Landkarte von Kambodscha. Die Schädel wurden mittlerweile beigesetzt.


Phnom Penh - Silberpagode | Phnom Penh - Wat Phnom

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