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VIENTIANE
 

DONNERSTAG, 27.01.2005
04.00 Uhr geht unser Wecker. Auf den Weckruf des Hotels warten wir vergebens.
Als wir um 05.20 Uhr die Hotelhalle betreten, wecken wir das Personal, dass in der Halle unter "Schlafschirmen" genächtigt hat. Sie entschuldigen sich bei uns und rufen das bestellte Tuk Tuk herbei.
Mit diesem kommen wir gegen 05.40 Uhr am südlichen Busbahnhof an. In der diesigen Morgenluft sehen wir den VIP-Bus stehen. Der Schalter hat noch geschlossen und öffnet erst um 06.00 Uhr. Bis dahin verstauen wir bereits unser Gepäck im unteren Laderaum. Da schon einige Einheimische bereit stehen und Säcke mit Reis und andere sperrige Sachen unterbringen, befürchte ich, dass unseren beiden Gepäckstücke nicht mehr verstaut werden können, wenn wir noch länger warten. Gegen 06.00 Uhr tausche ich am Schalter unseren Reservierungsschein gegen ein gültiges Ticket und suchen uns einen Platz im Bus aus. Hierbei macht sich das frühe Erscheinen bezahlt. Der Bus ist hoffnungslos überbucht. Zehn Fahrgäste bekommen keinen Sitzplatz und verbringen die anstrengende Fahrt stehend oder im Gang sitzend. Den Ticketverkäufer scheint das wenig zu interessieren. Es werden zwar alle Fahrgäste hinsichtlich eines gültigen Tickets überprüft, aber trotzdem fahren wir in Richtung Vientiane los. Insgesamt sind wir 10 Stunden unterwegs (06.40 - 16.40 Uhr).


 
 



 

Die Fahrt durch die laotischen Berge ist für den Bus teilweise mühsam. Die Landschaft ist abwechslungsreich. Vom höchsten Punkt können wir auf die Wolken sehen, die über den Tälern stehen.
Wir passieren verschiedene Kontrollpunkte, an denen bewaffnete Soldaten zu sehen sind.
Zwei offizielle Busbegleiter sind ebenfalls mit Maschinenpistolen bewaffnet und postieren sich beim Verlassen des Busses ("Bedürfnisspausen", Mittagspause an einem Restaurant). Mit Erreichen der Stadt Vang Vieng werden die Waffen im hinteren Bereich des Busses verstaut. Die kritische Phase ist offensichtlich überstanden. Am Busbahnhof Vientiane werden wir gleich von einem TukTuk-Fahrer "überfallen", der uns nach unserem Ziel fragt. Ich habe noch gar nicht ganz ausgesprochen, da befindet sich unser Gepäck schon auf seinem Tuk Tuk. Ich frage nach dem Preis und akzeptiere die 10.000 Kip.
Am Zielort angelangt stellen wir fest, dass das Guesthouse nicht wie versprochen um die Ecke zu finden ist. Wir müssen erneut ein Tuk Tuk in Anspruch nehmen und zahlen für den Transport zum MALI NAMPHU GUESTHOUSE 1 USD. Daraus folgt, immer darauf achten und auch darauf bestehen, unmittelbar vor dem Hotel oder Guesthouse abgesetzt zu werden. Wir checken ein und sind angenehm überrascht. Von der Straße her eher unscheinbar, ist das Guesthouse ein kleines Schmuckstück. Die Zimmer befinden sich im Hof und sind zweistöckig angeordnet. Laubengänge führen zu den einzelnen Räumen.
Unser Zimmer ist zwar klein, aber gut ausgestattet und absolut sauber. Aircon, TV und Warmwasser sind vorhanden, leider fehlt ein Kühlschrank. Wir zahlen für dieses Zimmer inkl. Frühstück 16 USD. Im Dunkeln machen wir einen ersten Ausflug. Die Orientierung fällt uns etwas schwer. Müde und satt gehen wir an diesem Abend früh ins Bett.

FREITAG, 28.01.2005
Eine Stunde bevor der Wecker klingelt sind wir bereits beide wach und stehen auf, sodass wir bereits um 08.00 Uhr am Frühstückstisch sitzen. Im Hof des Hotels sind die Tische in lockeren Gruppen angeordnet. Wir haben die Wahl zwischen Waffeln oder Sandwich. Wir entscheiden uns für das Sandwich.
Wir erhalten ein halbes Baguette (ca. 20 cm lang) mit Schinken, Käse, Tomaten, Gurke, Zwiebel und Salat. Als Beilage erhalten wir Ananasstücke. Auch eine zweite Tasse Kaffee erhalten wir ohne Zuzahlung.


 
   



 

Nach dem Frühstück ist wieder einmal Kulturprogramm angesagt:
WAT SISAKET
WAT HO PHA KEO
Nachdem wir die Tempelanlage betreten, empfangen uns vier Novizen und sprechen uns auf Englisch an. Sie stellen uns diverse Fragen. Offensichtlich wollen sie ihr Englisch anwenden und testen. Nach einiger Zeit setze ich mich von der Gruppe ab, um zu filmen. Tina wird weiter gefangen gehalten und muss Rede und Antwort stehen.
WAT SI MUONG
Mittlerweile ist es 12.00 Uhr und die Mittagssonne hat die Temperatur auf 35 Grad im Schatten getrieben.
Wir begeben uns in Richtung Mekong-Ufer und suchen uns aus den dort zahlreich vertretenen Lokalen das SHADE REASTAURANT aus und haben die richtige Wahl getroffen. Gut gestärkt begeben wir uns ins Hotel und erledigen unsere Schreibarbeiten (Ansichtskarten schreiben etc.). Nach einem kurzen Erholungsschlaf begeben wir uns auf die Suche nach dem Nachtmarkt. Wir finden den auf unsere Karte verzeichneten Nachtmarkt und sind absolut enttäuscht. Ein paar Stände (ca.15) in unregelmäßigen Abstanden verteilt macht den ganzen Nachtmarkt aus. Am Mekongufer werden wir dann schon eher fündig. Hier sind unmittelbar am Ufer Tische mit Kerzenbeleuchtung aufgestellt. Am Straßenrand findet man die einzelnen Garküchen, bei denen die gewünschten Speisen bestellt und anschließend an die Tische gebracht werden.
Das ganze hat eine romantische Atmosphäre, auch wenn in der Dunkelheit vom kaum Wasser führenden Mekong nicht viel zu sehen ist.


 
 



 

SAMSTAG, 29.01.2005
Um 06.15 Uhr geht der Wecker. Wir wollen zeitig frühstücken, um mit einem Tuk Tuk zum ca. 30 km entfernten Wat Xieng Khuan zu fahren. Vor dem Hotel mieten wir ein Jumbo-Tuk-Tuk. Der Fahrer fordert mit Hinweis auf eine imaginäre Preisliste 120.000 KIP für Hin- und Rückfahrt. Wir handeln letztendlich einen Preis von 10 USD aus. Die Anfahrt dauert 40 Minuten. Je weiter wir uns vom Stadtkern entfernen umso staubiger und löchriger wird die Straße. Angekommen halten wir uns eine gute Stunde im Park auf, der gerade auch am Wochenende von den Einheimischen gerne besucht wird. Bei unserem Eintreffen sind wir die ersten Besucher. Die Ansammlung und Verschiedenheit der Figuren und Figurengruppen ist schon beeindruckend. Die Beschaffenheit lässt eher vermuten, dass die Figuren mehrere hundert Jahre alt sind und nicht erst knapp über 50 Jahre. Wir besteigen den Topf durch sein Inneres und schauen uns auch die Figurensammlungen an. Von oben lassen sich schöne Übersichtsfotos "schießen". Als ich im Inneren wieder herunter klettere, bin ich plötzlich in der untersten Kammer "gefangen", die keinen Ausgang aufweist. Ich muss zunächst wieder eine Etage höher steigen, um dann eine andere Treppe zur untersten Etage zu wählen.
Wir fahren zurück und halten zu einem kurzen Fotostopp an der Zufahrt zur Freundschaftsbrücke, durch ein großes Tor gekennzeichnet, die Laos mit Thailand verbindet. Mit unserem Fahrer gibt es zunächst Verständigungsschwierigkeiten, da er unmittelbar unter der Brücke hält, die für uns fotografisch überhaupt nicht von Interesse ist. Wir führen ihn Stück für Stück an das Tor heran.
Wieder in der Stadt angekommen, lassen wir uns zu einer Kaffeepause nieder und starten dann eine weitere Tempelrunde. Wir besuchen:
Wat Inpeng
Wat Oungtu
Wat Misay
Nach einer erfrischenden Dusche gehen wir in den gegenüberliegenden Massagesalon (White Lotus). Ich wähle das Angebot "Promotion" (45 Minuten Fußmassage und 15 Minuten Schulter- und Kopfmassage für 5 USD) und Martina lässt eine Bodymassage "über sich ergehen"(4 USD). 10 Jahr jünger verlassen wir den Salon und begeben uns an das Mekongufer und lassen uns an einer der Garküchen nieder. Martina wählt vier dicke Prawns und Frühlingsrollen, ich begnüge mich mit einem "Fried Rice with Squid and Shrimps". Wir sind wieder einmal vom Geschmack begeistert und zahlen 58.000 Kip (5.5 USD) inkl. der beiden großen Flaschen Lao-Beer. Auf dem Rückweg zum Hotel halten kehren wir noch im Shade Restaurant ein und genießen zum Abschluss des Tages einen Ananas- und einen Mixed-Fruit-Shake (1 USD).


 
 



 

SONNTAG, 30.01.2005
Sind heute beide ziemlich früh aufgestanden. Die Zeit bis zum Frühstück verbringen wir mit "Aufräumungsarbeiten" in unserem Zimmer. Nach dem Frühstück fahren wir mit einem Tuk Tuk zum Wat That Luang (2 USD - Januar 2005). Wir umfahren den Patou Say (Triumpfbogen) und nähern uns der imposanten Anlage. Da wir ziemlich früh unterwegs sind, ist die Anlage noch nicht so überlaufen und wir können den Haupttempel in Ruhe genießen. Im ostwärtigen und südlichen Laubengang der die Anlage umschließenden Mauer sind unzählige Bilder aufgehängt, deren Motive sich uns nicht erschlossen.
Martina hat sich wieder einmal mit zwei Mönchen "eingelassen". Als ich mich der Gruppe nähere, höre ich: ".. and this is my husband!" Glücklich, dass ich auf der Bildfläche, übernehme ich die Gesprächsführung. Auch diese Mönche nutzen unsere Anwesenheit, um ihr Englisch zu trainieren. Nach kurzer Zeit verabschieden wir uns höflich und besichtigen der Wat Thang Luang Tai (Südtempel) und den Wat Thang Luang Neua (Nordtempel). Nach ca. 1 Stunde handeln wir mit einem Tuk Tuk-Fahrer einen Preis von 10.000 Kip für die Fahrt zum Patou Say (Triumphbogen) aus, in der Annahme, dass dieser Preis für die Fahrt gilt, wie bei jeder bisher ausgehandelten Fahrt. Am Zielort angekommen, verlangt der Fahrer plötzlich 10.000 Kip je Person, somit 20.000 Kip. Ich verstehe ihn zunächst falsch, da ich ihm 1 USD statt 10.000 Kip geben will nehme an, dass er die Bezahlung in Kip wünscht. Nach kurzer Zeit dämmert es mir und wir zahlen ihn aus. Eigene Dummheit - Fahrpreis nicht genau ausgehandelt. Wir filmen und fotografieren den Patou Say zunächst aus verschiedenen Perspektiven. Dazu gehören auch die Wasserspiele (Wasserorgel nach laotischer Musik). Dann betreten wir das Gebäude und bezahlen (10.000 Kip Eintritt je Person). Am Treppenaufgang werden die mitgeführten Taschen durchsucht und bei mir eine Leibesvisitation vorgenommen. Ich nehme an, dass diese Sicherheitsmaßnahme mit den umliegenden Regierungsgebäuden zusammenhängt. Innerhalb des Gebäudes sind in den jeweiligen Etagen Markstände aufgebaut. Auf der oberen Plattform angekommen, stellen wir fest, das absolutes Fotografier- und Filmverbot besteht.
Leider fehlte am Eingang und auch im Reiseführer ein entsprechender Hinweis auf dieses Verbot.
Aufgrund der Sicherheitsüberprüfung nehmen wir an, dass auch die Einhaltung dieses Verbotes überwacht wird und halten uns daran.
Die kurze Fahrt zum Morgenmarkt legen wir wieder mit einem Tuk Tuk zurück. Die Stände sind hier in Gruppen eingeteilt: Textilien, Schuhe, Schmuck und Gold, Technik, Musik und Handys, Gemüse. Wir kaufen eine CD eines laotischen Sängers und verlassen den Markt, um uns noch die "Schwarze Stupa" anzusehen. Anschließend gehen wir ins Hotel, erleichtern den Rucksack. Heute Abend ist noch packen angesagt, da wir am kommenden Morgen gegen 08.00 Uhr in Richtung Flughafen fahren müssen.


 
   



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