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VIENTIANE - SI MUONG
 

Wat Si Munong in unmittelbarer Nachbarschaft des Denkmals von König Si Savang Vong und der Gabelung von Thanon Samsenthai und Thanon Setthathirath steht auf altem Grund. Die Ruinenteile stammen offensichtlich aus der Khmer-Zeit.
In seiner heutigen Bedeutung entstand Wat Si Muong wahrscheinlich im Zusammenhang mit dem Umzug der Hauptstadt nach Vientiane (1560) unter der Herrschaft von König Setthathirath. Überlieferungen lassen allerdings auch den Schluss zu, die Tempelanlage sei schon zur Zeit der Ankunft der buddhistischen Mönche im Zusammenhang mit der Reichsgründung 1356 errichtet worden. Immerhin ordnete der weise Maha Pasaman an, eine viereckige Steinstele als Stadtsäule aufzustellen.


 
 



 

Der Legende nach lief das Ganze wie folgt ab:
Der Platz war auserwählt worden, die Stele, Verkörperung des Mittelpunktes der Stadt, aufzunehmen. Die Grube, in der die Säule eingelassen werden sollte, war schon ausgehoben. Die Säule selbst, eine Steinstele aus den Resten der früheren Khmer-Anlage, über der Grube befestigt. Altem Brauch zufolge musste nun etwas Lebendiges in das Fundament der Säule eingeschlossen werden. Die Angehörigen des königlichenHofes, die unter Gongschlägen und Musik der Zeremonie beiwohnten, hatten eigens dafür einen weißen Hund mitgebracht. Sollte sich keine anderes Opfer finden, musste der Hund sein Leben beenden.
Ein im dritten Monat schwangeres Mädchen namens Si wurde durch die Musik ebenfalls angelockt, betrachtete die Grube und sprang scjhließlich hinein. Kaum war sie in der Grube, löste sich die Verankerung der Säule und sie begrub Mensch und Hund unter sich.
Seitdem besuchen alle schwangeren Frauen der näheren und weiteren Umgebung Wat Si Muong, um Glück, Gesundheit und eine leichte Geburt zu erbitten. Auch der Wunsch nach Jungen oder Mädchen wird hier abgeladen. Ging der Wunsch in Erfüllung, begeben sich die Gläubigen erneut nach Wat Si Muong, um Bananen, Kokosnüsse, Kerzen und Weihrauchstäbchen zu opfern.
Doch nicht nur der Kinderwunsch wird in Wat Si Muong vorgetragen. Mittlerweile sprechen die Gläubigen vor fast jeder größeren Entscheidung vor. Der Tempel ist somit einer der meist frequentierten der Stadt, und wenn er täglich (mit Ausnahme der Feiertage) bei Einbruch der Dunkelheit schließt, haben sich Bananen und Kokosnüsse in größerer Zahl angesammelt. Von dort werden sie wieder verkauft, und das Geld kommt dem Wat zugute. Um das Verfahren zu vereinfachen und mögliche Zwischennutznießer (Mönchen ist der Handel untersagt), sind inzwischen viele Gläubige dazu übergegangen, direkt Geld zu opfern.
Neben dieser besonderen Bedeutung für die buddhistischen Gläubigen besticht Wat Si Muong durch die holzgeschnitzten Fenstflügel sowie die Sammlung der Buddhafiguren in seinem Innern. Einer dieser Figuren wird besondere Kraft zugeschrieben, da sie den Ansturm der Siamesen 1827 unbeschadet überstand.

Eintritt frei.


Vientiane - Patou Say | Vientiane - Sisaket

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