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VIENTIANE - WAT THAT LUANG(MAHATHAT)
 

Der Wat That Luang ist das Wahrzeichen von Laos. Nicht nur weil er seit 1991 auch das Staatswappen ziert. Die Stupa ist Ausdruck bester laotischer Kunst- und Architekturtradition. Sie ist eine Stück unverzichtbares Laos.
Seit der indische KaiserAshoka die Welt mit dem Buddhismus vertraut zu machen beschloss, und das war 300 Jahre vor Christus, soll sich an dieser Stelle ein buddhistisches Heiligtum befinden. Vom indischen Subkontinent gekommene Missionare errichteten einen ersten Schrein und eine Steinsäule. In seinem Innern soll der Schrein ein Stück vom Brustbein Buddhas beherbergt haben. Einen durch Funde belegbaren Nachweis dafür gibt es nicht.
Doch schon vorher scheint der Platz östlich Vientianes als Kultstätte gedient zu haben, den die Sagen und Legenden überliefern auch das Wirken von Geistern an dieser Stätte. Als Vientiane zum Khmer-Reich gehörte (etwa 6. - 12. Jahrhundert), bauten die neuen Herrscher weiter an der Pilgerstätte, zunächst in buddhistischer und dann in hinduischer Manier. That Luang gehörte, nebst den vier Thats in Zentrallaos, zum Khmer-Reich Sikhottabong. Ein am That Luang gefundenes in Stein gehauenes Bildnis des Königs Jayavarman VII. Ist deutlicher Beweis dafür. Zu sehen ist die sitzende Figur rechter Hand des heute als Eingang dienenden Westtores.
Als Chedi wurde der That Luang erstmals im jahre 1566 auf geheiß des Königs Setthathirath errichtet. Nur 6 jahre zuvor hatte der gleiche Herrscher die Hauoptstadt von Luang Prabang nach Vientiane verlegt und verschaffte der Stadt nun ein unvergleichliches religiöses Symbol, obgleich Luang Prabang weiter das Zentrum des laotischen Buddhismus blieb. Zugleich mit der Chedi rief der König auch die Tradition des That-Luang-Festes isn Leben, zu dem Mönche und Laien aus dem ganzen Land alljährlich im November in Vientiane zusammenkommen.
Nach siamesischen und burmesischen Überfällen auf Vientiane im 18. Jahrhundert war nicht mehr viel übrig vom Taht Luang. Erst Tiao Anou ließ das Bauwerk instand setzen und die Galerie errichten. Arbeiten, die nicht lange vorhielten, denn 1827 und 1873 gaben zunächst Siamesen und dann chinesische Ho demlaotischen Heiligtum den Rest. Es blieben nur Ruinen. 1900 errichteten die Franzosen den That Luang neu, allerdings in einer nur entfernt an sein ursprüngliches Aussehen erinnernden Form. Seine heutige Form erhielt der That Luang nach einer erneuten Rekonstruktion, diesmal veranlasst von der Ecole Francaise d'Extreme-Orient, im Jahre 1931-35.

Umgeben wird die Chedi von einer geschlossenen Galerie mit 91 mal 75 Metern Seitenlänge. In jede Himmelsrichtung führt ein Tor. Durch diese Tore gelangte mein einst auch in die umliegenden vier Wats. Heute sind nur noch zwei erhalten - Wat That Luang Neua (Nordtempel) und Wat That Luang Tai (Südtempel). Die Stupa selbst weist am Fuß Abmessungen von 68 mal 69 Metern auf. Die Aufgänge, jeweils in der Mitte der Seiten, werden von kleinen Kapellen beherrscht. Die Mauern der unteren beiden Wandelgänge sind zinnenbewährt , 323 auf der ersten und 223 auf der zweiten Etage. Zwischen beiden findet man noch eine aus 120 stilisierten Lotusblüten bestehende Zinnenreihe. Weiter nach oben trifft man auf 30 kleine Stupas, die die zentrale Chedi umgeben. Sie verkörpern die 30 Stufen des Weges zur Erleuchtung wie sie Buddha durchschritt. Einst enthielten sie goldene Rliquien, die jedoch Plünderern zum Opfer fielen.


 
 
   
 



 

Die eigentliche Stupa steht auf einem weiteren Sockel von 30 mal 30 Metern Kantenlänge, der auch die Schatze des Heiligtums enthalten soll. Einem quadratischen Absatz aus stilisierten Lotusblüten folgen der Fuß der Stupa und schließlich die Stupa selbst, ebenfalls eine stilisierte Lotusblüte, die 30 Meter hoch in den Himmel ragt.

Öffnungszeiten: täglich 08.00-12.00 und 13.00-16.00 Uhr
Eintritt: 5.000 Kip (Januar 2005)

Während des That-Luang-Festes im November ist die Anlage frei zugänglich.
Vor dem That Luang erstreckt sich der weite Thang-Luang-Platz, Ausstellungsgelände, Parade- und Festplatz zugleich. An seinem nördlichen Ende erhebt sich das Denkmal des unbekannten Soldaten, an seiner Ostseite das Parlamentsgebäude.

WICHTIG
Bei der Rückfahrt mit einem Tuk-Tuk klärten wir den Fahrpreis nicht genau ab. Wir erfragten den Preis für eine Fahrt zum Patou Say: 10.000 Kip.
Wie bei allen Fahrten, die wir bisher unternahmen, gingen wir von einem Gesamtpreis aus. Am Zielort verlangte der Fahrer 10.000 Kip pro Person.


Vientiane - Wat Ongtu | Vientiane - Wat Xieng Khuan

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