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VIENTIANE - WAT XIENG KHUAN
 

Rund 30 Kilometer in südlicher Richtung, noch über den grenzübergang Tha Deua hinaus,befindet sich Wat Xieng Khuan. An sich schon Umgebung von Vientiane, hat es sich eingebürgert, den Tempel zur Stadt zu zählen, sowie man auch den Grenzübergang als zu Vientiane gehörig betrachtet. Eine Pagode und Mönche sucht man im Wat Xieng Khuan heute vergeblich. Bekannt ist dieseAnlage wegen ihres Buddha-Gartens. Ende der 1950er-Jahre begann Luang Pu Bounleuang, hier aus Beton Figuren der indischen und laotischen Mythologie zu errichten. Reiche Spendr versuchten auf diese Weise, etwas für ihr Karma und damit für ihr zukünftiges Leben zu tun. So entstand nach und nach ein skurriler Park mit dutzenden Figuren und Figurengruppen. Nach dem Sieg der Pathet Lao im Jahre 1975 überquerte auch der Schöpfer der Figuren den Mekong und legte in Wat Khaek unweit Nongkhai einen zweiten solchen Park an.


 
 
   
 



 



Einige Figurenensembles verdienen besondere Aufmerksamkeit, weniger ihrer künstlerischen gestaltung als vielmehr ihrer Aussage wegen. Prachtstück der Anlage ist ohne Zweifel der "Topf", ein großes kürbisartiges Gebilde, das etwa acht Meter hoch aufragt. Durch das geöffnete Maul eines Njak gelangt man in sein Inneres. Rundgänge und schmale Stiegen führen immer weiter nach oben. Interessant sind die Innenräume, durch die man im Erdgeschoss nur durch kleine Luken hineinschauen kann, die aber weiter oben auch begehbar sind. Im Erdgeschoss erkennt man eine größere sich unter Schmerzen windender Gestalten. Da das Leben nach buddhistischer Auffassung Leiden ist, findet man dies hier ausgedrückt. Nach oben hin nimmt die Zahl der Figuren deutlich ab. Auch ihr Leid wird scheinbar geringer. Verdeutlicht wird hier die zunehmende Erkenntnis. Gelangt man nun auf dem Gipfel der Konstruktion ins Freie, so finder man sich wieder unter einer Nachbildung eben jenes Baumes der Erkenntnis, unter dem auch Buddha erleuchtet wurde. Neben diesem tieferen Sinn der Anlage bietet sich von hier aus auch ein herrlicher Überblick über den gesamten Park.
Weiterer Anziehungspunkt ist der in seinen Ausmaßen nur von wenigen anderen übertroffene liegende Buddha, der den Park nach Osten hin begrenzt.
Unweit des Mekong, am südlichen Ende der Anlage, stößt man auf einen dreiköpfigen Elefanten, Symbol des laotischen Königshauses. Unweit versucht sich ein Fabelwesen daran, einen großen Ball zu verschlingen. Dies ist die Darstellung von Rahu, dem König der Finsternis, der der Sagen nach als Frosch den Mond verschluckt und so eine Mondfinsternis hervorruft (Kop Kin Düüan).
Als Eintritt werden je Laoten 1.000 Kip, pro Ausländer 5.000 Kip verlangt. Für Videokamera und Fotoapparat zahlt der Farang je 2.000 Kip zusätzlich. Am Rande des Parks breiten sich einige Imbissstände aus. Fahr mit dem Bus No. 14 ab Talat Sao oder Tuk-tuk (hin und zurück 12.000 Kip) - Stand Januar 2005.


 
 



Vientiane - Wat That Luang(Mahathat)

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