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 MYANMAR
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LAND & LEUTE
 

Lage
Myanmar (Birma oder Burma) ist das westlichste südostasiatische Land und grenzt im Nordwesten an Bangladesch und Indien, im Nordosten an China und im Osten an Laos und Thailand.

Fläche
Myanmar hat eine Gesamtfläche von 678.500 Quadratkilometern. Die Landfläche beträgt 657.740 und die Wasserfläche 20.760 Quadratkilometer.

Topographie
Myanmar besteht zum großen Teil aus einem Tieflandgebiet, das von parallel verlaufenden, unzugänglichen Gebirgsketten im Osten und im Westen eingeschlossen wird. Im Norden liegen Teile des Himalajagebirges, die sich sternförmig in verschiedene Ausläufer aufteilen.

Bevölkerung
Myanmar hat 51 Mio. Einwohner. Es gibt viele verschiedene ethnische Gruppen, die mehrheitlich zur tibeto-birmanischen Volksgruppe gehören, daneben Mon-Khmer und Thai-chin. Die Abstammungsgruppen unterscheiden 135 Volksgruppen. Die Wachstumsrate beträgt etwa 1,8%. Diese Vielfalt ist auch Ursache für Spannungen und Auseinandersetzungen während der letzen Jahrzehnte.

Bevölkerungsverteilung
Die wirtschaftliche Entwicklung des Landes hat darunter sehr gelitten. Die Minderheiten im Land haben eigene "Staaten" in den Bergregionen gebildet, während die Birmanen überwiegend das Ayeyarwady-Stromgebiet bewohnen. Rund 75 % der Bevölkerung lebt auf dem Lande in den Ebenen von Mittel- und Niedermyanmar. Das Leben und die Arbeit ist ein Wechsel zwischen Zeiten mit schwerer körperlicher Arbeit und Perioden der Muße und Entspannung.

Bevölkerungsgruppen
Die prozentuale Aufteilung sieht wie folgt aus:
Birmanen 68%
Shan 9%
Karen 7%
Rakhine 4%
Chin 3%
Mon 2%
Inder 2%
Andere 5 % (Kachin, Kaya, Chinesen, Wa, Naga, Lahu, Lisu, Akha).

Städte / Provinzen
Untergliederung in je 7 Staaten (Chin State, Kachin State, Kayin State, Kayah State, Mon State, Rakhine State, Shan State) und Provinzen - insgesamt 55 Distrikte (Ayeyarwady, Bago, Magway, Mandalay, Sagaing, Tanintharyi, Yangon), deren Einfluss allerdings gering ist. Eine herausgehobene Rolle spielen lediglich die regionalen Armeeführer („Regional Commander") Grundlegende Entscheidungen werden ausschließlich in der Hauptstadt Yangon getroffen.

Staatsverwaltung
Die Regierungsform in Myanmar ist das Militärregime. Insgesamt gibt es noch 10 zugelassene politische Parteien, davon sind neun bedeutungslos.
Führend ist die von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi im Sommer 1988 mitgegründete National League for Democracy (NLD), der es bei den niemals umgesetzten Parlamentswahlen von 1990 gelang, 60% aller Stimmen und 80% aller Sitze zu gewinnen. Auung San Suu Kyi ist die wichtigste Stimme der Opposition. Seit den Parlamentswahlen 1990, als die demokratische Opposition gewann, kämpft sie - 6 Jahre aus dem Hausarrest - gegen die Militärdiktatur in Burma, das seit 1989 offiziell Myanmar heißt. Sie fordert die Einlösung des Wahlergebnisses und die Abdankung der Junta. Bereits 1991 erhielt sie den Friedensnobelpreis. Das Militär denkt jedoch nicht daran, einzulenken, die Macht aufzugeben oder zu teilen, obwohl die EU 1996 ein Waffenembargo gegen das Land verhängte und seit 1997 weitreichende Wirtschaftssanktionen der USA wirksam sind.
Seit der Unabhängigkeit 1948 gab es immer wieder bewaffnete Aufstände ethnischer Minderheiten. Kaum hatte die UNO 1961 den burmesischen Uno-Botschafter Sithu U Thant zum Generalsekretär gewählt (er blieb es bis 1971), da übernahm 1962 das Militär die Macht in Burma und manövrierte das Land in eine Isolation: die Militärs strebten einen Sozialismus burmesischer Prägung an, der bis in die späten 80er Jahre dauerte und Burma an den Rand des wirtschaftlichen Ruins brachte. Auch danach blieb die ehemalige Reisschüssel Südostasiens eines der ärmsten Länder des Kontinents.
Im Nordosten Myanmars, an der Grenze zu Laos und Thailand, liegt das "Goldene Dreieck" mit seinen ausgedehnten Opium-Anpflanzungen. Mit den Erträgen füllen sowohl die regierenden Militärs als auch die verschiedenen Aufständischen ihre Kassen auf.

Religion
Der Buddhismus prägt den Alltag und die tiefe Verbundenheit mit der Religion spürt jeder, der durch das Land reist. Das Land ist übersäht mit Pagoden und Klöstern. 89 % der Menschen sind Buddhisten. Die anderen Religionen sind etwa so verteilt: Islam (4%), Christen (4%), Baptisten (4%) und Hinduismus (1%). Hinzu kommen die animistischen Stammesreligionen der Bergvölker. Spirituelle Kräfte lernen Sie in diesem Land bestimmt kennen ...


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