Ahangama

12.3.2006
Der 15. Tag unserer Reise führt vom Dschungelcamp zur Südküste Sri Lankas, nach Ahangama, in der Nähe von Galle.

Während der Fahrt zu unserem abschließenden Badeurlaub machen wir noch einen Stopp in der Umgebung von Hambantota. Hier sind zahlreiche Lewayas (Salzfelder) zu sehen. Meerwasser fließt hier über Bäche in natürliche Lagunenbecken, in denen es gestaut wird. Nachdem das Wasser in der Sonne verdampft ist, wird aus den Rückständen das Salz gewonnen.


 

Leider ist die Straße zu Sri Lankas südlichstem Punkt, den achteckigen 64 m hohen Leuchtturm, gesperrt. Seine Leuchtfeuer sind 28 Meilen weit zu sehen.

So halten wir in dem Ort Dondra und schauen uns den Tempel an.


   

In Tangalle besuchen wir das Chalet Rest House, das unmittelbar am Meer gelegen ist. Im herrlichen Sonnenschein betreten wir zum ersten Mal herrlich weißen Sandstrand. Hier schmeckt der Tee besonders gut.



Nach Weligama sehen wir auf der Insel Taprobane Island die wohl originellste und teuerste Wohnmöglichkeit. Es ist die alte Residenz des franz. Grafen de Mauny, die er sich 1926 auf diese Insel setzen ließ. Die Insel und die Gebäude wurden vom Tsunamie weitgehend verschont.



Beim Fotostopp am Strand werden neben den bunten Booten auch die Stelzenfischer fotografiert.


 

Abends essen wir im Wiener Dschungel (ca. 5 km von Ahangama entfernt) leckeren Fisch und trinken Cocktail: Pina Colada nach Art des Hauses, mit Arak.


 

13.03.2006 – 19.03.2006
Während dieser Zeit verbringen wir unseren Strandaufenthalt in Ahangama. Wir wohnen im Hotel Insight (ehem. Club Lanka), unmittelbar am Strand gelegen. Neben dem in Strandnähe gelegenen Swimmingpool verfügt die Anlage über eine großzügiges offenes überdachtes Restaurant und eine Bar. Der palmengesäumte weiße Sandstrand lädt zum Baden und Spazierengehen ein.

Typisch für die Südküste sind die Stelzenfischer, die heute noch auf traditionelle Weise auf Stelzen in der Brandung sitzend ihre Fische angeln.

Für unsere Fahrten in die nähere und weitere Umgebung steht Kelum Ramanayaka zur Verfügung. Er ist über Handy (Call oder SMS) erreichbar und kann auch kurzfristig mehrere Tuk Tuks organisieren - zuverlässig und zu einem fairen Preis.

Wer will, kann auch die geschäftige Stadt Galle in nur 20 Minuten mit dem Tuk Tuk erreichen. Das heutige Handels- und Verwaltungszentrum der Insel war auf Grund seiner günstigen Lage zu Kolonialzeiten ein wichtiger Hafenstandort. Heute ist die Stadt zweigeteilt. In der Neustadt findet man Krankenhäuser, Schulen, Märkte und das Basarviertel.

Die Altstadt ist geprägt durch das alte Fort, ein einzigartiges Freilichtmuseum, erbaut in der Kolonialzeit. Die Portugiesen mussten ihr Fort auf dem Landvorsprung westlich des Hafens 1640 nach blutigen Kämpfen den Holländern überlassen. Diese bauten das Fort nach ihren Vorstellungen um und ernannten Galle zu ihrem Hauptstützpunkt.

Erst zu Beginn dieses Jahrhunderts entdeckte man das gut ausgebaute Kanalsystem, das so angelegt wurde, dass bei Flut das Meerwasser das gesamte System durchspülte.

Man kann durch die kleinen Gässchen und Straßen in Galle schlendern und auf den Befestigungen rund um die alte Stadt wandern.

Während unseres Aufenthaltes besuchen wir eine Edelsteinschleiferei. Uns wird ein Einblick in die Verarbeitung geboten, der natürlich auch zum Kauf verführen soll.


 
   

Die meisten Edelsteine werden in Minen abgebaut. Dabei ist die Besonderheit in Sri Lanka, dass man in derselben Grube oft ganz verschiedene Steine findet. Seit Jahrtausenden spült die Natur die Mineralien aus den Lagerstätten in den Bergen in die Tiefebenen und Täler hinunter. Diese kostbare Fracht hat sich im Kiesgestein abgelagert (illam), das einst von den Flüssen unter einer Schicht Schwemmerde begraben wurde.

Diese alluvialen Ablagerungen machten den Bezirk Ratnapura „Stadt der Edelstein“ zur bedeutendsten Fundstätte für Edelsteine in Sri Lanka. Vermutlich schon seit Jahrtausenden werden hier in den Flüssen und Gruben Edelsteine von hoher Qualität geschürft, darunter Rubine, Saphire, Topase, Amethyste, Zirkone, Aquamarine, Turmaline, Katzenaugen, Chrysoberylle, Alexandrite, Korunde und Granate.
Um an die illam-Schicht heranzukommen, müssen die Arbeiter durch das Schwemmland graben. Die Grube, die bis zu 10 m tief werden kann, wird ausgehoben und mit einem Holzgerüst gesichert. Mit Hilfe von langen Stangen, die am Gerüst befestigt sind, wird der Kies aus der Grube geholt.

Das illam-Gestein kommt dann in ein korbähnliches Sieb, wo es im Wasser herumgewirbelt wird, bis die Erde und das leichtere Material ausgewaschen sind. Was übrig bleibt, muss von Hand gelesen werden.
Die Edelsteinsuche ist in Sri Lanka in Kooperativen organisiert und keine Arbeit für Individualisten. Die Beteiligten werden anteilsmäßig für alle verkauften Steine ausbezahlt:

Da ist der Grundbesitzer und ein Geldgeber für die Anlage einer Grube.
Der Staat verlangt seinen Anteil für die Grabungslizenz.
Die Grubenarbeiter müssen vertrauenswürdige Leute sein; es kam vor, dass Steine verschluckt wurden, damit der Nebenmann sie nicht zu Gesicht bekam.
Man braucht zusätzlich Personal, das im Wasser stehend die Erde vom Gestein wäscht.
Einer ist allein zuständig für die Bedienung und Wartung der Pumpe, die das Wasser von der Grube fernhält.
Und schließlich natürlich der „Gemmer“, der die Kiesel- von den Edelsteinen unterscheiden kann.
Dieser bringt den Ertrag der Grube zum Händler, mit dem er einen Preis aushandelt.

Nach dem Kauf muss der Händler entscheiden, ob er einen schönen Juwel durch einen Schnitt oder durch Polieren ganz freisetzt.

Beide Techniken werden seit jeher auf primitiven Rädern ausgeführt, die mit einer Schleifpaste bezogen sind und wie ein Bogenbohrer von Hand bedient werden. Bei der Poliermethode wird ein horizontales Rad aus Messing oder Kupfer benutzt, während beim Schneiden ein vertikales Bleirad verwendet wird.

Der fertige Stein wird dann entweder ungefasst verkauft oder aber einem Künstler zur Weiterverarbeitung in ein Schmuckstück übergeben.


 
   
 

Am letzten gemeinsamen Abend sitzt unsere Gruppe im Restaurant und bedient sich am Sri Lanka Buffet. Den Abend beschließen wir mit extra herbeigeschafftem Cocktail vom Wiener Dschungel. 10 Gruppenmitglieder verlassen uns während wir noch 5 Tage Strandurlaub genießen.


 

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