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THANAMALWILA
 

10.3.2006
Von Nuwara Eliya machen wir uns am Tag 13 mit unserem Bus auf, um in südliche Richtung weiter zu reisen. Entlang wunderschöner Gemüseterrassen geht unsere Fahrt zuerst nach Bandarawela. Unterwegs können wir uns den legendären Hindutempel Sita Amman Kovil anschauen.


 
 
   



 

In Bandarawela, einer auf 1.200 m gelegenen Kleinstadt, bietet sich der Besuch des kleinen Dowa-Höhlentempels am Ausgang der Stadt an. Außerdem können wir unterwegs die kaum bekannte, aber größte Buddhastatue Sri Lankas aus dem 8. / 9. Jh. bei Buduruvagale besichtigen. Ein 16 m hoher Bodhisatva wird links und rechts von je drei kleinen Statuen flankiert.

Unterwegs gibt es nochmals wunderschöne Reisterrassen und einen tollen Hindu-Tempel, den Sita Eliya zu sehen.


 
 



 

Pause machen wir in Ella, ein wunderschöner kleiner Ort, der malerisch von Hügeln und dichter Vegetation umgeben auf 1100 m Höhe an der Südostseite des Berglandes liegt. Wir haben vom Ella Rest House eine tolle Aussicht auf die Schlucht von Ella. Der Fruchtsaft war hier besonders gut.


 
 
   



 

Knapp 6 km weiter, direkt an der Straße, ergießt sich der 120 m hohe, eindrucksvolle Ravana-Ella-Wasserfall (auch Ravanella Falls). Gemäß Überlieferung soll der Dämon Ravana die gefangene Sita hier hergebracht haben, als er von Rama und dem Affengott Hanuman verfolgt wurde. In den Becken am Fuß des Wasserfalls soll Sita gebadet haben



 



 

Unterwegs besichten wir eine kleine Töpferei. Die Leute sind sehr arm. Die Töpfe, die hier hergestellt werden, sind für den Alltagsgebrauch in Sri Lanka bestimmt und bringen dem Töpfer keinen Reichtum. Sie sind von einer schlichten, groben Machart.


 
 
   



 

Wir zweigen in eine ländliche Nebenstrecke nach Westen ab, um die Felsfresken von Buduruvagala zu besichtigen. Eine faszinierende Landschaft tut sich auf, die die Vision einer afrikanischen Savanne aufkommen lässt – Sträucher, Gräser, Buschwerk und eine sparsame Dosis Bäume.

Etwa 4 km nach der Abzweigung erreicht man einen improvisierten Parkplatz. Direkt gegenüber steht ein buddhistischer Tempel der Buduruvagala Vihara. Am Parkplatz haben die Mönche einen Eintrittskiosk errichtet und verlangen 100 Rs Eintritt.

Nun folgt man der Straße ca. 300 m weiter, dann stößt man nach zwei Minuten unvermittelt auf die riesigen übermächtigen Felsfresken von Buduruvagala. Diese geben bis heute einige Rätsel auf.

Buduruvagala ist eine sich vertikal aufrichtende Felswand, in die unbekannte Künstler zu ebenso unbekannter Zeit die wichtigsten Figuren ihres Glaubens meißelten. Die größte Figur in der Felswand (17 m) stellt den Buddha dar; rechts wird er von einem kleineren Avalokiteshvara flankiert, links wahrscheinlich von Maitreya, ganz sicher ist sich die Fachwelt nicht. Die barbusige Dame an der rechten Seite der Wand stellt wahrscheinlich die der Mahayana-Tradition zugehörige Göttin Tara dar. Andere Reiseführer berichten von 7 Buddhafiguren aus dem 9. oder 10. Jh. Offensichtlich ist aber das Entstehungsdatum des gesamten Komplexes unbekannt. Möglicherweise wurde schon um 320 v. Chr. damit begonnen. Die große Buddhastatue weist angeblich Elemente auf, die auf eine Entstehung in vorchristlicher Zeit hindeuten. Möglicherweise war der Buddha lange die einzige Figur, die hier in den Felsen gehauen war, die anderen kamen in den folgenden Jahrhunderten dazu. Möge die Nachwelt noch lange rätseln.


 
 
   
 



 

Bei der Rückkehr zum Bus mussten wir das schlimmste befürchten, den unser Fahrer schien unseren Bus zu reparieren. Letztendlich war aber nur ein Reifenwechsel erforderlich.

In der Mittagszeit erreichen wir unsere Unterkunft für die nächsten zwei Nächte – das Dschungelcamp in Thanamalwila. Wir sind riesig gespannt und können es eigentlich kaum erwarten.

Im Dschungelcamp „Tasks“ (bei Kuda Oya; Thanamalwila) gibt es keine elektrischen Strom nur Petroleum- bzw. Öllampen. Das Zelt ist nicht verschließbar, ein WC ist angebaut und hat sogar Wasserspülung. Die Waschgelegenheit befindet sich dahinter mehr oder weniger im Freien. Die Dusche ist ein Erlebnis schlechthin, es platscht von oben herunter - ganz cool.


 
 
   



 

Streifenhörnchen bevölkerten unser Dschungelcamp ebenso wie eine Affenbande. Deshalb wird die Devise ausgegeben, keine Gegenstände, auch nicht in den Zelten offen liegen zu lassen, da sie sonst unter den zahlreichen Affen Abnehmer finden würden.

Den Nachmittag verbringen wir im Camp. Im Dschungelcamp soll es Abends ein tolles Essen am Flussufer gebe; ganz stilecht im Sand, mit Bänken, Fackeln, Stühlen usw. Leider kam es nicht dazu, da es regnete. Das Essen wird im überdachten Restaurant serviert. Es gibt Hoppers – mit oder ohne Ei – und Buffet. Danach probieren wir den von Roman und Birgit selbst gemischte Cocktail probiert, mmmhhhhhh.
Gegen 22.00 Uhr gehen wir in unser Zelt. Wir sind gespannt wie wir die erste Nacht verbringen und ob sich Gäste in unserem Zelt verirren.


 
 
   



 

11.03.2006
In Sri Lanka wird der Naturschutz groß geschrieben. Dies beweist allein die Tatsache, dass es auf der Insel 24 Natur- und Tierschutzgebiete gibt.

Von unserem gut ausgestatteten Dschungelcamp bei Thanamalwila, haben Sie die Möglichkeit, fakultativ verschiedene Naturreservate in der Umgebung zu besuchen. Erfahrene Wildhüter begleiten fachkundig kleine Gruppen.

Früh morgens ging es in die Natur, auf Safari in den Udawalawe Nationalpark. Hier sollen Elefanten, Krokodile und Wildschweine zwar meist in großer Zahl vorhanden sein, doch für das Erspähen der Tiere gibt es keine Garantie! Eine Portion Glück und ein wenig Geduld gehören zu jeder „Safari“. Jeder Parkbesucher ist angehalten, sich an verschiedene Verhaltensregeln zu halten, die uns von dem begleitenden Safari-Guide erläutert werden. Der Tierschutz genießt in Sri Lanka oberste Priorität. Sowohl der Udawalawe Nationalpark und auch die anderen Parks sind in der Regel von 06.00 - 18.00 Uhr geöffnet. In der Regenzeit, falls es zu heftigen Schauern kommt, können die Parks zeitweise geschlossen sein. Wir haben Glück, dass während unseres Besuches die Sonne freundlicher Begleiter ist. Nachdem die Bezahlung des Eintritts etwas schleppend voran geht, nimmt der Guide auf dem offenen Jeep neben uns Platz und übernimmt die Führung.


 
 
   
 



 

Udawalawe National Park
Im Park gibt es noch ca. 450 wilde Elefanten, viele Vögel und viel Natur. Auf unserer Jeepsafari sehen wir überraschend viele wilden Elefanten. Das diese nicht vom Aussterben bedroht sind stellen wir fest, als vor unseren Augen ein Bulle eine Elefantenkuh besteigt. Neben Wasserbüffel sehen wir noch Pfaue, Schakale, Schildkröten, Malabar-Nashornvögel, Rotlappenkiebitze, Schlangenadler, Störche und sonstige Vögel. In weiter Ferne, für uns nur als braune Punke sichtbar, bewegen sich noch Rehe und Wildschweine in der rauen Landschaft.


 
   
 



 

Am Nachmittag setzt wieder einmal starker Regen ein, so dass auch das zweite am Fluss geplante Essen nicht stattfinden kann.


Nuwara Eliya | Ahangama

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