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GALLE
 

20.03.2006
Die letzten 130 km (Ahangama – Colombo) fahren wir mit dem Minivan, da unsere Gruppe bereits vor einer Woche abgereist ist. Am Ende unserer Reise wenden wir uns von der Südküste Sri Lankas wieder an die Westküste und erreichen über die Küstenstraße die Hauptstadt des Landes. Hierbei durchfahren wir das Hauptanbaugebiet der Kokospalmen auf Sri Lanka.

Unawatuna
4 km vor Galle liegt das Urlaubsparadies schlechthin, 2 km langer, weißer von Palmen umsäumter Sandstrand. Allerdings ist das Dorado der Wassersportler und Sonnenanbeter in Gefahr. Es gibt Pläne mehrerer Hotelkonzerne, hier mit großen Neubauten präsent zu werden. Ob die Bürgerinitiative, die sich gegen dieses Vorhaben formiert hat, etwas bewirkt, wird die Zeit erweisen.

Die Bucht liegt abseits der Küstenstraße und verfügt über etwas tropisches Hinterland. Am Westende der Bucht steht der alte Wella-Devale mit einer leuchtendweißen Dagoba. Vom Ostende der Bucht aus kann man immer wieder wunderschöne Sonnenuntergänge genießen, wenn die Sonne über dem Tempel steht.

Die ursprünglich wenigen Fischerhütten sind langen Reihen von Holzhütten mit Pensionen, Rest und Guest Houses, Chai Shops und kleinen Restaurants gewichen. Der Ort hat sehr unter dem Tsuamie gelitten.


 
 
   



 

Galle
Der Name Galle stammt von dem singhalesischen Wort Gala (Fels, Berg, aber auch Rastplatz) ab.

Einkaufen:
Sämtliche kunsthandwerklichen Produkte gibt es in hervorragender Qualität beim SCIA Shopping Centre, 72 A Kandewatte Road. Die Preise sind zwar nicht die niedrigsten, aber man kann zuschauen und sich alles erklären lassen, ohne kaufen zu müssen.
Schmuck und Edelsteine sind in Galle am preiswertesten, aber: höllisch aufpassen.

In Galle glaubt man sich in eine holländische Stadt des 17. Jahrhunderts versetzt - so gut haben sich hier die Bauten aus der Zeit der holländischen Besatzung Sri Lankas erhalten. Als Naturhafen hatte Galle an der Südküste der Insel schon in früher Zeit für die Chinesen und Araber, später dann für die Kolonialmächte eine große strategische Bedeutung. Heute ist Galle die siebtgrößte Stadt Sri Lankas, in der neben Buddhisten, die die weitaus größte Mehrheit bilden, viele Moslems und Christen wohnen.


 
 
   



 

Das Fort
Das Stadtviertel Fort, der alte holländische Stadtkern, liegt auf einer kleinen Halbinsel und wird von den Stadtteilen Kaluwella, durch den alten holländischen Kanal Parana Ela und den Dharmapala Park (früher Victoria Park) sowie von der Pettah östlich des Kanals an der Hafenbucht durch eine weite Grünfläche, Esplanada genannt, getrennt.

Man betritt das Fort heute durch das Neue Tor, dass die Briten 1873 in die Mauern brachen. Sie erbauten auch den Clock Tower. Die Mondbastion an der Esplanada steht auf Resten des portugiesischen Forts Conceycao, die Sternbastion auf denen des ebenfalls von den Portugiesen errichteten Forts St. Antonia.
Der neue Leuchtturm steht an der Poient-Utrecht-Bastion, nahebei erhebt sich das ehemalige Pulvermagazin mit einer Inschrift, aus der hervorgeht, dass es 1782 fertig gestellt wurde.

Das alte Tor bildete zwischen 1669 und 1873 den einzigen Zugang zur Stadt. Das Relief an der Außenseite zeigt das Wappen König Georgs III. von England und an der Innenseite das der Vereenigde Oost-Indische Compagnie, flankiert von zwei Löwen, darüber der Hahn und darunter die Jahreszahl 1669 in lateinischen Ziffern. Die Sonnenbastion wurde 1667 angelegt und begrenzt im Norden den Hafen.

Das alte Government House nahe dem alten Tor, heute Sitz der Firma Walker, Sons & Co., war früher der Sitz des holländischen Gouverneurs von Galle, dann des englischen Verwalters.

Ein Besuch lohnt sich im kleinen Museum an der Leyn Baan Street 31-39, das sich in einem der ältesten Gebäude des Forts befindet. Es wurde ganz im Stil historischer Herrenhäuser gestaltet und stammt vermutlich aus dem Jahre 1680. Sehenswert ist im Innern die große Sammlung von Schmuck, Antiquitäten und Kunsthandwerk.


 
   
 



 

Von der alten holländischen Kirche von 1640 sind keine Reste mehr vorhanden, man weiß nicht einmal mehr genau, wo sie gestanden hat. Die jetzige holländische Kirche in der Church Street neben dem New Orient Hotel wurde 1755 vollendet. Die Kirche besitzt zwei schöne barockartige Giebel. Im Innern ist der mit Grabplatten ausgelegte Fußboden beachtenswert. Gegenüber der Kirche steht ein alter Glockenturm aus dem Jahre 1701.

Etwas weiter der Church Street folgend trifft man auf die 1891 erbaute anglikanische Allerheiligen–Kirche (All Saints Church) mit Epitaphen aus der englischen Kolonialzeit. Weiter unten ist das arabische College und nahe der Küste die Moschee beachtenswert. In der Light House Street steht die Methodistenkirche aus dem Jahre 1884, an der Rampatt Ecke Great Modera Baystreet der buddhistischen Tempel Sri Sudharmalaya.

Matreesen Point oder Sailor`s Point in der Hospital Street nahe der Akerslott Bastion war das Heim ausgedienter Seeleute, die früher den Schiffen den Weg in den Hafen wiesen. Sie durften die Stadt nicht verlassen, damit sie unliebsamen Besuchern, die mit dem Schiff nach Galle kommen wollten, den richtigen Weg nicht verraten konnten.

Nordwestlich des Forts, jenseits des Dharmapala-Parks, befinden sich der Stadtteil Kaluwella (schwarze Stadt), das Viertel der Einheimischen (im Gegensatz zum Fort, dem Viertel der „Weißen“, der Engländer). Direkt am Park des Rathauses auf dem Kalvarienberg erhebt sich die 1874 erbaute römisch-katholische Kathedrale St. Mary.


 
   



 

Östlich des Hafens erstreckt sich die Pettah, das Basarviertel von Galle. Mit etwas Glück findet man schöne kunstgewerbliche Stücke, auch Klöppelspitze wird hier verkauft.

Der Kerkhof, ein holländischer Friedhof nahe dem Markt, enthält die Gräber holländischer Beamter und Offiziere.

An den Rhumassala Kanda, einen riesigen gewachsenen Felsen am Watering Point, knüpft sich eine Legende aus dem Ramayana: Als Laksman, der getreue Bruder von Prinz Rama, in einer Schlacht verwundet wurde, schickte Rama den Affengott Hanuman zum Himalaja, um von dort eine bestimmte Heilpflanze zu holen. Hanuman vergaß jedoch deren Namen und brachte gleich einen ganzen mit vielen Kräutern bewachsenen Felsen mit, der nun hier liegt.

Am südwestlichen Stadtrand von Galle liegt das erst kürzlich in eigenwilligen Stil erbaute „The Light House Hotel“ mit einer beeindruckenden Eingangshalle.



 
 



Ahangama | die Westküste

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