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POLONNARUWA
 

1. Die Zitadelle Parakramabahus I. war Festungsanlage und das Regierungsviertel der Stadt. Nach den Chroniken soll die Zitadelle einen luxuriösen siebenstöckigen Palast mit Galerien, Ratshalle, Garten und Parkanlagen sowie eine Musikhalle enthalten haben. Das große Gebäude innerhalb der noch klar erkennbaren Mauern war Vejayanta Prasada, der Palast von Parakramabahu I. Die Ruinen von drei der ursprünglich sieben Stockwerke (mit 1000 Zimmer) sind noch zu sehen; Hohlräume in den großen Mauern deuten an, dass hier die oberen Stockwerke von Balken getragen wurden. Das Erdgeschoß nimmt größtenteils ein 31 mal 13 m großer Saal ein.




 
 



 

2. Kumara Pokuna (Prinzenteich), das königliche Bad war einst von 2 Löwenfiguren flankiert. Das Wasser wurde vom Parakrama Bahu hierhin geleitet und floss aus Hähnen, die man Krokodilsköpfen nachempfunden hatte.




 
 



 

3. Die Ratshalle, die langgestreckte, offene Säulenhalle mit dem dreistufigen Unterbau geht ursprünglich auf Parakramabahu zurück, wurde aber von späteren Herrschern baulich stark verändert. Das einstige Holzdach ist verschwunden. Die Treppe zieren zwei Makaras und ein Mondstein. Auf der Höhe der Plattform thront links und rechts je ein Löwe. Rund um den Unterbau verlaufen ein Elefanten-, Löwen- und Gnomenfries.




 
 
   



 

Nördlich und außerhalb der königlichen Zitadelle erstreckt sich die alte Stadt.

4. Siva Devalaya (Shiva Devale, Nr. 1) ist ein Hindu-Tempel aus der Zeit um 1200. Da es mehrere Shiva-Tempel gibt, wurden sie durchnummeriert. Der Tempel ist im indischen Stil erbaut und weist einige sehenswerte Steinreliefs auf. Im Innern steht ein Shiva-Lingam, das phallische Symbol der Gottheit; Bronzestatuen, die sich früher dort befanden, sind heute im Nationalmuseum in Colombo.

Die alte Stadtanlagen (innerhalb der Quadrangle)
Die Quadrangle (Viereck), von den Engländern so genannt, heißt eigentlich Dalada Maluwa und ist ein in sich geschlossener Bezirk. Auf einer Terrasse stehen mehrere Gebäude, von denen einige zeitweise die heilige Zahnreliquie beherbergten.

5. Thuparama
Das Thuparama genannte Gebäude ist wahrscheinlich das älteste Bauwerk in Polonnaruwa, denn es wurde vielleicht schon am Ende des 11. Jahrhunderts errichtet, also entweder in der Zeit der Chola-Herrschaft, spätestens aber zu Beginn der Regierungszeit von König Vijaya Bahu. Es ist noch fast vollständig erhalten. Über seine Geschichte oder Bedeutung ist jedoch wenig bekannt. Möglicherweise wurde es als buddhistisches Patimaghara (Statuenhaus) errichtet. Es ist ein massives, rechteckiges Ziegelgewölbe, über dem ein quadratischer Turmstumpf mit flachen Kuppen emporragt. Die Steinmauern sind über 2 m dick.




 
 
   



 

6. Vatadage
Der Vatadage (Watadage), ein Rundtempel mit Stupa, stammt aller Wahrscheinlichkeit nach aus der Vor-Polonnaruwa-Zeit, wurde aber später verschönt und restauriert. Es ist eines der elegantesten Gebäude von Polonnaruwa und das am besten durchgestaltete dieser Art auf Sri Lanka. Der Rundtempel steht auf einer gleichfalls runden Terrasse von 38 m Durchmesser mit breitem Umgang, den Mittelpunkt bildet eine kleine Dagoba, die von 2 Säulenreihen (die einst ein hohes Dach trugen), einer hohen Ziegelmauer, einer weiteren Säulenreihe und einem steinernen Geländer umgeben ist.

An den vier Kardinalpunkten führen Treppenaufgänge mit davor liegenden Mondsteinen und Makara-Balustraden hinauf zu den Buddhastatuen in Samadi-Haltung (eine Figur ist stark beschädigt) an den Eingängen.

Typische Kennzeichen für die Polonnaruwa-Zeit, in der sie entstanden, sind das glatte, faltenlose Gewand und die wie eine Kappe sitzenden Haare sowie der Gewandstreifen über der linken Schulter. Der Gesichtsausdruck wirkt hoheitsvoll und verinnerlicht. Der Umgang ist mit schönen angeführten, auf den Kreismittelpunkt ausgerichteten Steinplatten belegt. Die rechteckige Vorhalle im Norden, deren Pfeiler einst ein Holzdach getragen haben mögen, wurde vermutlich erst von König Nissanka Malla hinzugefügt.




 
 



 

7. Hatadage
Den Hatadage ließ Nissanka Malla für die heilige Zahnreliquie erbauen und mit einer hohen Ziegelmauer umgeben. Die Mauer bildet ein Rechteck von ca. 38 mal 27,5 m, der Eingang befindet sich an der Südseite. Die Vorhalle im Norden trägt Inschriften, in denen der König ein weiteres Mal seine Taten und Verdienste rühmen lässt. Eine Treppe führte zum oberen, aus Holz gebauten Stockwerk, in dem sich die Zahnreliquie befand.

Vor dem Eingang liegt ein Mondstein, dessen Form sich bereits einem Halboval annähert, dessen bildliche Darstellungen jedoch etwas manieriert wirken. Im Innern der Cella stehen zwischen den Steinpfeilern drei Figuren eines stehenden Buddha auf Lotussockeln.




 
 
   



 

8. Ganz in der Nähe trifft man auf den Galpota, das „ steinerne Buch“.
Es ist ein 8 m langer, 1,25 m breiter und 60 cm hoher Monolith, der - so steht es in einem Teil der umfangreichen Inschrift geschrieben – von Mihintale oder von Sigiriya hier hergebracht wurde. In 72 Zeilen, die in drei Felder eingeteilt sind, berichtet König Nissanka Malla über seine Verdienste um das Reich und den Buddhismus sowie über seine Bautätigkeit. Aufschluss über seinen Hang zur Selbstdarstellung gibt jedoch ein Teil der Inschrift, in der er sich auf einen angeblich in Südindien geführten Krieg bezieht, den er gewonnen haben will. Ein solcher Krieg lässt sich jedoch historisch nicht nachweisen.

An einer Seite des Steines befindet sich eine beachtenswerte Reliefskulptur. Sie zeigt die Glücksgöttin Lakshmi zwischen zwei Elefanten, die mit ihren Rüsseln eine Vase des Überflusses halten. Die Gruppe wird von Wildgänsen umrahmt.




 
 



 

9. Satmahal Prasada
Ein für Sri Lankas Sakralarchitektur höchst ungewöhnliches Bauwerk ist der Satmahal Prasada, wörtlich übersetzt „siebenstöckiges Bauwerk“. Das ist ein pyramidenförmiger, ehemals verputzter Ziegelbau, der in seinem Aussehen eine enge Verwandtschaft zu ähnlichen Bauwerken in Thailand und Burma zeigt. Die Nischen der einzelnen Stockwerke waren einst mit Buddhafiguren besetzt, von denen einige noch teilweise erhalten sind. An einer Seite führt eine kleine Treppe zu einer Kammer, in der früher vielleicht eine Reliquie untergebracht war.




 



 

10. Atadage
Atadage bedeutet soviel wie "Haus der acht Reliquien". Dieses Gebäude wurde unter der Regentschaft von König Vijaya Bahu I. in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts erbaut und diente dann später als Vorbild für die zuvor genannte Hatadage. Er bestand ebenfalls aus mehreren Stockwerken, mindestens jedoch aus zweien, auch hier war der zweite Stock für die Zahnreliquie reserviert. Erhalten sind noch zahlreiche, reich mit Reliefs verzierte Steinbilder – Motive sind u.a. die Vase des Überflusses, aus der eine Liane emporwächst und Medaillons bildet, die mit figürlichen Szenen besetzt sind. Beachtung verdienen auch ein reliefverzierter Türrahmen sowie die sehr schöne Statue eines stehenden Buddhas.




 
 



 

11. Hindu Shrine

12. Rankot oder Ruanveli Dagoba

Die Rankot Dagoba, auch Ruanveli Dagoba (Dagoba des goldenen Staubs), ist 55 m hoch (die vierthöchste in Sri Lanka und höchste in Polonnaruwa). Erbaut ist sie im 12. J. von Nissanka Malla oder wurde gestiftet von König Parakramas zweiter Frau. Sie ist wie eine Wasserblase geformt und war wahrscheinlich mit einer Goldspitze gekrönt.




 
 



 

13. Felsentempel Gal Vihara
Der Straße nach Norden folgend, erreicht man die wahrscheinlich bedeutendste Sehenswürdigkeit von Polonnaruwa, den Felsentempel Gal Vihara. Die vier monumentalen, aus dem Felsen herausgehauenen Buddhastatuen, die heute unter freiem Himmel stehend betrachtet werden können, waren einst aller Wahrscheinlichkeit nach in drei imposanten Statuenhäuser enthalten, von denen man noch einige Mauerreste sieht. Die Skulpturen zählen zu den absoluten Meisterwerken singhalesischer Steinmetzkunst.




 



 

Die größte Figur ist mit einer Länge von 14,10 m die des liegenden Buddha. Die etwas versetzten Füße deuten an, dass es sich um den ins Nirwana eingegangenen Erleuchteten handelt. Der Gesichtsausdruck zeigt eine deutliche Entrücktheit, der Körper ist entspannt, doch bewahren Kopf und Körper eine archaisch strahlende Kraft. Mit sparsamsten Mitteln erreichte der Bildhauer ein Höchstmaß an Wirkung, mildernd zum Beispiel durch geschwungene Linien (etwa an der Taille, sowie an der Hüfte) oder den fein geschwungenen regelmäßigen Wellenlinien des in Falten gelegten Gewandes.

Die Bedeutung der 6,93 m hohen Figur neben seinem Haupt entzieht sich bis heute der eindeutigen Klärung. Möglicherweise handelt es sich dabei um Ananda, den Lieblingsjünger Buddhas, denn er war anwesend, als der Erleuchtete ins Nirwana einging. Allerdings wird der ansonsten zumeist an dessen Füßen stehend dargestellt, so dass man auch annehmen könnte, es handelt sich um Mahindas, den Mönch, der den Buddhismus nach Sri Lanka brachte (der allerdings war nicht bei Buddhas Tod anwesend). Die Haltung mit verschränkten Armen und die auf die Oberarme gelegten Hände ist jedoch äußerst ungewöhnlich und fällt völlig aus dem vorgegebenen ikonographischen Rahmen. Viele Kunsthistoriker betrachten diese Figur als die künstlerische wertvollste der Vierergruppe.

In einer in den Fels getriebenen Grotte findet sich die 1,50 m hohe Figur eines sitzenden Buddhas, dessen hoher Thron mit Löwenreliefs, Pilaster und Blütenornamente friesartig verziert ist. Die Figur, die an ihrer Rückwand von einem Makara-Bogen umgeben ist, besticht durch ihre Schlichtheit.

Die vierte Figur schließlich, ein meditierender Buddha, ist etwa 5 m hoch und lehnt an der reich mit Makara- Bogen geschmückter Felswand. Um das Haupt des Buddhas legte der Künstler eine Art Heiligenschein, den Thron ziert ein mit Löwen besetzter Fries.




 
 
   



 

14. Kiri Vihara (Milchweiße Vihara)
Sie ist 24 m hoch, 1187 auf Anordnung von Königin Subhadra Mahadevi erbaut und eine Art Schwestern-Dagoba zur Ruanveli Dagoba. Sie wurde mit einer Schicht aus Chunam bedeckt, einem Putz aus gemahlenem Kalkstein oder Muscheln. Das Material war so robust, dass es, nachdem es 700 Jahre von Dschungel und Vegetation überwuchert worden war, bei der Freilegung Polonnaruwas noch völlig intakt war. Bis heute ist die Dagoba von allen unrestaurierten Bauwerken Sri Lankas das besterhaltene. Der Name der Dagoba stammt von der hellen Farbe der Verputzung.




 



 

15. Lankatilaka
Lankatilaka oder Jetavanarama ist ein 52 m langer, 18 m breiter und 17 ½ m hoher massiver Steinbau. Im Inneren des Schiffes, an dessen Wänden noch Spuren der kunstvollen Wandmalereien zu sehen sind, lief an drei Seiten eine Galerie entlang. Wer eintrat, blickte auf einen gigantischen, stehenden Buddha (13 m hoch), der den Raum noch immer beherrscht, auch wenn ihm der Kopf und die Arme fehlen. Das Kuppelgebäude, das einst das Sanktuarium überspannte, ist eingestürzt.




 
 
   



 

16. Tivanha Pilgrimage (Tivanka Pilimage)
Zu sehen ist eine dreifachgebeugte (tivanka) Statue des Buddha: Diese Bezeichnung bezieht sich auf eine Pose, die sonst nur weiblichen Figuren zugedacht wird, in diesem Falle aber wahrscheinlich den weichen, weiblichen Aspekt des Buddha hervorkehren soll. Die Innenwände des Gebäudes sind mit eindrucksvollen Jataka-Fresken verziert, die aus der Zeit von König Parakrama III. (13. Jh.) stammen.




 



 

17. Lotosbad
Weiter nach Norden kommt man zum Lotosbad. Dieses reizende Bassin in Form einer Lotusblüte wurde zur Zeit Parakramabahus I. (12. Jh.) gebaut, ist stufenförmig angelegt, jede Stufe hat die Form eines achtblättrigen Lotus, ist heute trocken, wodurch die Form besser zur Geltung kommt und hat einen Durchmesser von 7,5 m.




 
 



 

Die Sehenswürdigkeiten außerhalb der Stadtmauern sind gegenüber unserem Hotel:
der Potgul Vihara
Das Kloster hat eine einmalige Form – der Hauptbau ist rund und war einmal überkuppelt; er wird von vier kleinen Dagobas gesäumt. Vielleicht war es eine Bibliothek (potgul).

Bei diesem Kloster steht die Statue des Königs Parakrama Bahu I.. Die Statue stammt aus dem 12. Jh. und wird vielfach „Der Weise“ genannt. Es gibt in Sri Lanka nur wenige solcher nicht-religiöser Statuen, und keine ist so umstritten gewesen wie diese. Die meisten halten sie für ein Abbild Parakramabahus I., der etwas ähnliches wie das Joch seiner Königswürde in den Händen hält. Es könnte aber auch ein buddhistischer Weiser sein, der ola-Mauskripte (Palmblatt-Buch) hält, sagen andere.




 
 
   



 

Palast des Königs Nissanka Malla (Inselgarten)
Nissanka Malla war ein eitler Mensch. Er ließ einen Wohnsitz und ein Monument nach dem anderen errichten und verschmähte alles, was andere vor ihm gebaut hatten.


Sigiriya | Dambulla

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