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REISEBERICHT
 

Am 29. November 1997 starteten wir unsere geplante Reise durch Thailand. In viereinhalb Wochen wollten wir die ein oder andere Ecke entdecken und uns einen ausgedehnten Badeurlaub gönnen.
Da Tina noch als Jugendliche, das in ihrem damals hohen Alter von 29 Jahren, mit British Airways fliegen konnte, erforderte dies zunächst einen Anschlussflug von Düsseldorf nach Heathrow. Nach 5 Stunden Aufenthalt ging es dann weiter nach Bangkok.


 
 

Mit 35 Grad im Schatten und nahezu 100 % Luftfeuchtigkeit empfing uns Bangkok, die heißeste Metropole der Welt. Im Taxi erreichten wir die Innenstadt und fanden uns auf einer riesigen Baustelle wieder. Der Sky-Train sollte gebaut werden. Wegen der Asienkrise - die Geldmärkte pfiffen aus dem letzten Loch - verzögerte sich die Fertigstellung dieses Projektes nicht unerheblich.


 

Baustelle Bangkok 1997

 

Per Taxi und Bus erkundeten wir in den nächsten Tagen Bangkok und natürlich auch die klimatisierten Einkaufspaläste. Da wir zum Abschluss unserer Reise noch einmal vier Tage in Bangkok verbringen wollten, reservierten wir uns ein Zimmer im Nana- Hotel, dass sich unmittelbar gegenüber dem Nana-Entertainment-Viertel befand, wo abends ganz schön die Post abging.


 

Vor den Toren der Stadt befindet sich der schwimmende Markt Damnoen Saduak, wo auch heute noch reger Handel betrieben wird. Überwiegend werden hier Naturalien ausgetauscht. Auch wenn sich dort die Touristenscharen einfinden, sollte man sich dieses Treiben nicht entgehen lassen.


 

Schwimmender Markt

 

Die weiteren Sehenswürdigkeiten sparten wir uns für die Rückkehr nach Bangkok am Ende unserer Reise auf. Am Abend des 5. Tages fuhren wir mit einem sogenannten VIP-Bus in den Norden Thailands. Abfahrt 21.00 Uhr und Ankunft in Chiang Mai gegen 06.00 Uhr und das ganze für ca. 20,00 DM pro Nase. Für die nächsten 4 Tage buchten wir uns in einem Guesthouse ein und besuchten noch am gleichen Tag den Tempel Wat Phratat, der auf dem Berggipfel des Doi Suthep über 290 Stufen zu erreichen war. Hinterher stellten wir fest, dass auch eine Seilbahn zum Berg hinauf führt. Ein vergoldeter Chedi aus dem 14. Jahrhundert ist die Hauptattraktion des Tempels.


 

Goldener Chedi

 

Drachen bewachen den Tempel und schützen vor bösen Geistern. 95 % der Thailänder sind Buddhisten. Sie können am Tempeleingang Blattgold erwerben, dass sie dann an die Statuen ihres Glaubens anheften. Buddhismus ist in Thailand Staatsreligion.


 

Drachen als Wache

 

Für den nächsten Tag buchten wir vor Ort einen Tagesausflug und wurden von einem persönlichen Reiseführer und einer Fahrerin abgeholt, die uns bis zur Rückkehr am späten Abend betreuten. Auf dem Programm standen:

Besuch des "Young Elephant Training Centers" Hier wurden und werden junge Elefanten zu Arbeiten in den Teakwäldern abgerichtet


 

Waschtag im Elefanten-Camp

 

.... und halten natürlich auch zu touristischen Vorführungen, einschließlich eines einstündigen Rittes, her.


 

Ausritt

 

Besuch eines Bergvolkes nach dem Ausritt. Nach einem halbstündigen Fußmarsch durch die Wälder und Berge erreichten wir das gesuchte Dorf.
Das Empfangskomitee wirkte eher gelangweilt.


 

Hallo Fremde

 

Nach dem Mittagessen folgte eine einstündige Floßfahrt, der Besuch einer Butterfly- und einer Orchideen-Farm sowie abschließend der Besuch eines Wasserfalls. Hier stellten wir fest, dass das Umfeld des Wasserfalls für die Einheimischen Freizeitziel Nummer eins ist. Nach einem gelungenen Tag erreichten wir völlig erschöpft unser Guesthouse. Wenn man oder auch Frau überlegt, dass der ganze Spaß umgerechnet 20,00 DM pro Person gekostet hat, mag man dies nicht glauben.

Unser nächstes Ziel war die Insel Koh Lanta im Süden Thailands. Wir buchten vor Ort einen Flug nach Phuket und fuhren von dort nach Krabbi. Da bei unserer Ankunft das letzte Boot zu den Inseln bereits abgefahren war, war noch eine Übernachtung vor Ort erforderlich. Hierdurch hatten wir die Möglichkeit den Night-Market von Krabbi zu besuchen, der sicherlich zu den kleineren seiner Art gehört. Der Bungalow auf Koh Lanta wurde über Handy zunächst für 10 Tage gebucht, da uns noch nicht klar war, ob wir danach ein weiteres Ziel ansteuern würden.


 

Jeden Abend gegen 18.00 Uhr setzten wir uns in Liegestühle, tranken einen oder zwei oder drei Mai Thai und bewunderten den herrlichen Sonnenuntergang.


 

Warten auf den Sonnenuntergang

 

Die Sonne benötigte keine fünf Minuten vom Aufsetzen auf den Horizont bis zum Verschwinden "unter Wasser".
Wir genossen den Anblick jeden Abend aufs Neue.


 

Es ist soweit

 

Die ausschließlich von Individualtouristen besuchte Insel war ein Ort der Ruhe und gefiel uns so gut, dass wir unseren Aufenthalt um 8 Tage verlängerten und ich kann sagen, nicht einer davon war langweilig.
Zwischendurch fuhren wir noch einmal für einen Tag nach Krabbi, da Martina mir in einem Salon eine Thai-Massage verpassen lassen wollte. Es stellt sich jedoch heraus, dass dort mittlerweile ganz andere Massagen verordnet werden - und ich durfte nicht mehr hinein. Ich ließ dann einen Haarschnitt, Maniküre, Pediküre, Kopfmassage und eine Gurkenmaske über mich ergehen - geholfen hat's nicht, war aber eine ganz tolle Erfahrung - wobei die andere Erfahrung wäre ja auch.........


 

Durch die Verlängerung unseres Aufenthaltes feierten wir das Weihnachtsfest auf Koh Lanta - war schon irgendwie komisch. Der gute Kunststofftannenbaum wurde an der Decke aufgehängt und der Thai als Weihnachtsmann sah auch ungewohnt aus.
Doch man muss sagen, unsere Gastgeber haben sich Mühe gegeben, uns ein Fest zu bieten, dass sie selbst nicht feiern. Kinder der nahegelegenen Moslemschule führten Thailändische Folklore auf, das Essen war hervorragend und mit viel Liebe hergerichtet.


 

Weichnachtsmänner?

 

Über Krabbi fuhren wir wieder mit einem VIP-Bus über Surat Thani nach Bangkok. Hier verbrachten wir die letzten vier Tage unserer Reise überwiegend mit Shopping. Markenware, ob Kleidung oder andere Gegenstände des täglichen Bedarfs, gab es zu Ausverkaufspreisen.
Wir besuchten den Wat Po, den Tempel des liegenden Buddha. 46 Meter lang zeigt die Statue Buddha bei seinem Übergang ins Nirwana.


 

Liegender Buddha

 

Die Fußsohlen des liegenden Buddha sind mit den 108 verheißungsvollen Zeichen des Buddha über und über in in Perlmutt verziert.

Direkt neben dem Wat Po liegt der King's Palace mit dem Tempel Wat Phra Keo, in dem sich das höchste Heiligtum, nach dem König, der Thailänder befindet - der Smaragd-Buddha (eigentlich aus grünem Jaspis). Mit 75 cm ist er nicht gerade der größte, hat aber drei juwelenbesetzte Kostüme, eins für jede der drei thailändischen Jahreszeiten, die jeweils vom König gewechselt werden. Innerhalb des Schreins herrscht absolutes Fotografierverbot, sodass ich leider kein Bild anbieten kann.


 

... und seine Füße

 

Nach viereinhalb Wochen traten wir am 30.12.1997 unseren Heimflug an und trafen rechtzeitig zum Jahreswechsel in der Heimat ein.
Ein fantastischer Urlaub war zu Ende.
Für uns steht fest, dass wir dieses Land noch einmal besuchen werden.


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