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 THAILAND 2005
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LAND & LEUTE
 

Lage
Thailand liegt auf der indonesischen Halbinsel.
Im Westen und Nordwesten grenzt es an Myanmar (Birma, Burma), im Norden und Nordosten an Laos, im Südosten an Kambodscha und im Süden an Malaysia.

Fläche
513.115 Quadratkilometer Landfläche (Zum Vergleich: Deutschland hat eine Fläche von 356.945 Quadratkilometer). Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 1.620 Kilometer, die maximale Entfernung von West nach Ost 800 Kilometer.

Topographie
Thailand bildet keinen einheitlichen Naturraum. Eine Gliederung in folgende Großräume ist jedoch möglich:

Der bergige, bewaldete Norden mit seinen von Nord nach Süd verlaufenden Gebirgszügen, die langgestreckte Täler bilden. Einige dieser Himalaya-Ausläufer reichen bis weit nach Süden und umrahmen Zentralthailand. Der südwestlich von Chiang-Mai gelegene Doi Inthanon ist mit 2.595 Metern Thailands höchster Berg.

Kernstück des zentralen Thailands ist das fruchtbare Chao Phraya-Becken, auch die "Reisschale" Thailands genannt, das sich aus der eigentlichen Flussebene und die es umgebende Terassenlandschaft zusammensetzt. Der aus dem Zusammenfluss von Ping und Nan hervorgehende Chao Phraya ist die Lebensader Zentralthailands und somit wichtigster Fluss des Landes. Er wird auch "Menam" genannt, was nichts anderes als Fluss bedeutet. Sein weitverzweigtes Delta - der Chao Praya mündet in den Golf von Thailand - wird landwirtschaftlich intensiv genutzt.

Der Nordosten Thailands wird durch das ausgedehnte Khorat-Plateau geprägt, eine durchschnittlich 250 Meter hohe Ebene aus rotem Sandstein, die im Westen und Süden von mehreren Höhenzügen umrahmt wird und im Osten allmählich zum Mekhong-Becken abfällt.

Südthailand, der "Elefantenrüssel", ist der nördliche Teil der malaiischen Halbinsel. Auf der westlichen Seite von Norden kommende Täler gehen in eine Landschaft aus schroffen Karstkegeln über, die bis zu 1.000 Meter aus den flachen Reisfeldern bzw. dem Meer aufragen. Die östliche Küste ist von einer weiten, buchtenreichen Ebene geprägt.

Bevölkerung
Die letzte offizielle Volkszählung fand 1980 statt, damals hatte Thailand 44,8 Millionen Einwohner. Inzwischen wird die Einwohnerzahl aufgrund fortgeschriebener Zahlen mit 54 Millionen angegeben, was einer durchschnittlichen Bevölkerungsdichte von 105 Einwohnern auf einen Quadratkilometer entspricht. Zwar ist die Wachstumsrate der Bevölkerung von 2,9 Prozent Ende der sechziger Jahre auf 1,7 Prozent Mitte der achtziger Jahre gesunken, was auf die intensiv durchgeführten Aufklärungskampagnen zur Geburtenkontrolle zurückgeführt werden kann. Trotzdem ist der Anteil junger Menschen an der Gesamtbevölkerung immer noch sehr hoch: 36,7 Prozent sind jünger als 15 Jahre (Stand: 1985). Die Ursachen dafür liegen einerseits darin, dass besonders für die ländliche Bevölkerung viele Kinder eine gesicherte Altersversorgung bedeuten, andererseits in der ausgesprochenen Kinderliebe der Tahis.

Bevölkerungsverteilung
82 Prozent aller Thais leben in ländlichen Gebieten, zehn Prozent im Großraum Bangkok und acht Prozent in weiteren Städten.

Bevölkerungsgruppen
53,6 Prozent Tahi, 27,6 Prozent Lao, 10,6 Prozent Chinesen, 3,7 Prozent Malaien, 2,7 Prozent Khmer und 1,8 Prozent andere.

Städte
Der Grad der Verstädterung ist in Thailand sehr gering. Obwohl der Anteil der städtischen Bevölkerung kontinuierlich steigt, kann von einer gravierenden Landflucht nicht gesprochen werden.
Während 1960 etwa 87,5 Prozent der Bevölkerung auf dem Land lebte, waren es 1985 immerhin noch 82,5 Prozent.
Eine Sonderstellung nimmt die Hauptstadt und Metropolis Bangkok ein. Seit 1970 ist sie von etwas mehr als 2,4 Millionen Einwohnern auf 5,36 Millionen angewachsen (Stand: 1985), was eine Steigerung von 123,3 Prozent bedeutet. Über ein Zehntel der Gesamtbevölkerung Thailnads lebt im Großraum Bangkok.
Mit weitem Abstand folgt Chiang Mai, die mit 160.000 Einwohnern zweitgrößte Stadt des Landes. Ein paar andere Städte haben erstaunliche Zuwachsraten zu verzeichnen. So hat sich die Einwohnerzahl von Khon Kaen ebenso wie die von Chonburi in der Zeit von 1970 bis 1980 verdreichfacht, von Songkhla sogar verfünffacht.

Staatsverwaltung
Seit 1932 ist das Königreich Thailand (offizieller Name: Muang Thai oder Prathet Thai) eine konstitutionelle Monarchie. Offizielles Staatsoberhaupt ist der König, der nominell zwar keine politische Macht besitzt, aber als Symbol der Einheit Thailands großen Einfluss ausübt.
Die Nationalversammlung besteht aus einem Zweikammernparlament, dem Senat (261 Mitglieder, vom König auf sechs Jahre ernannt) und dem Abgeordnetenhaus (347 Mitglieder, auf vier Jahre gewählt), welches auch die Regierung wählt. Chef der Regierung ist der Premierminister.
Die Verwaltung Thailands ist in 73 Provinzen (changwat) unterteilt, denen jeweils ein von der Regierung in Bangkok ernannter Gouverneur vorsteht. Die Provinzen sind wiederum in Kreise (amphoe) unterteilt, die sich aus Gemeinden (tambon) zusammensetzen. 1980 gab es in Thailand insgesamt 576 Kreise und 5.317 Gemeinden.

Religion
Die überwiegende Mehrheit des Thais, nämlich rund 95 Prozent, praktiziert den Theravada-Buddhismus. Vier Prozent Moslems, von denen die meisten im Süden des Königreichs in der Nähe zu Malaysia leben, stellen die größte religiöse Minderheit dar. Angehörige anderer Glaubensgemeinschaften wie Hindus, Christen, Taoisten und Mahayana-Buddhisten machen zusammen nur etwa ein Prozent der Bevölkerung aus.


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