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 THAILAND 2005
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KHON KAEN
 

Dienstag, 19.01.2005
Nach dem Früstück sehen wir zufällig ein Taxi, dass als Kombi unterwegs ist. Da vier Personen plus Gepäck zum Flughafen wollen, erscheint es uns als ideale Lösung. Wir vereinbaren mit dem Fahrer, dass er uns um 10:00 Uhr am Hotel abholt. Leider haben wir nicht geklärt, dass wir ausschließlich mit Taxi-Meter fahren. Der Fahrer erscheint pünktlich, bleibt im Fahrzeug sitzen, während wir das Gepäck auf der Ladefläche verteilen und schaltet das Taxi-Meter nicht ein. Obwohl wir mittlerweile 1 Kilometer vom Hotel entfernt sind, fordern wir den Fahrer auf, sofort anzuhalten, da wir das Taxi verlassen wollen. Er verlangt zunächst 300, dann 200 Baht und nach unserer Drohung schaltet er ziemlich zerknirscht das Taxi-Meter ein. Unsere Freundin beschimpft er und meint: Wenn die Touristen nach Thailand kommen, dann müssten sie ihr Geld auch ausgeben. Dieser Logik mochten wir dann nicht folgen. Obwohl wir ihm anbieten, die Kosten für die Nutzung des Highways zu übernehmen, verzichtet er. Die Fahrtkosten betragen letztendlich 163 Baht, die 40 Baht für den Highway konnten wir dieses Mal sparen.

Um 13:00 Uhr geht unser Inlandsflug mit Air Asia von Bangkok nach Khon Kaen (Achtung externer Link - Sie verlassen unsere Seite). Mit 47 kg Gewicht für 2 Gepäckstücke haben wir 17 kg zuviel: Bei Inlandsflügen sind maximal 15 kg je Person zulässig. Wir werden von der freundlichen jungen Dame am Schalter ermahnt und müssen nicht zuzahlen.
Das Flugzeug hinterlässt einen hervorragenden Eindruck. Die Sitze sind mit Leder bezogen und verfügen über eine hervorragende Beinfreiheit. Es gibt keine feste Platzzuweisung, sodass es sich lohnt, sich beim Boarding strategisch zu platzieren, um mit dem ersten Schwung in das Flugzeug zu gelangen.
Wir sitzen am Notausgang, wo Beinfreiheit garantiert ist.
Gegen 14:00 Uhr landen wir in Khon Kaen und werden von Familienmitgliedern und Nachbarn Aranyas begrüßt, die sich von ihrem Ort Ban Kutwang, nahe bei Khon Kaen, zum Airport aufgemacht hatten, uns abzuholen.


 
 
   



 

Auf dem Weg zu ihrem Haus werden wir an unserem Hotel EUROPE GUESTHOUSE abgesetzt.
Für 500 Baht erwartet uns ein großes, sauberes Zimmer mit Bad/Dusche, Aircon, TV und Kühlschrank. Der erste Eindruck ist hevorragend.
Nachdem wir im Hotel eingescheckt haben, begeben wir uns auf die Suche nach einem Tuk Tuk , dass uns nach Ban Kutkwang bringen soll. Als wir die Suche schon aufgeben wollen, nähert sich ein Tuk Tuk . Der Fahrer kann das handschriftlich vermerkte Ziel lesen und bietet uns an, die Fahrt für 100 Baht durchzuführen. Da Aranya 100 Baht als korrekten Preis nannte, akzeptieren wir.

In der Ortschaft angekommen, findet der Fahrer die Adresse nicht und spricht verschiedene Thais an. Eine freundliche Thailänderin und ein Mopedfahrer lotsen unseren Tuk Tuk-Fahrer bis zur richtigen Adresse. Wir bedanken uns beim Fahrer mit einem zusätzlichen Trinkgeld und 2 Kugelschreibern als Geschenk. Ich möchte dem Mopedfahrer ein kleines Geldgeschenk machen, dass von ihm und einer Sozia dankend und bestimmt abgelehnt wird.

Wir verbringen den Nachmittag und den Abend im Kreise von Aranyas Familie und essen gemeinsam zu Abend. Familienmitglieder und Nachbarn sitzen mit uns in der Vorhalle auf dem Boden und essen von den Speisen, die vorher gemeinsam zubereitet wurden.



 
 



 

Mittwoch, 20.01.2005
Da Khon Kaen nicht zu den typischen Touristenorten gehört, gestaltet sich unsere Suche nach einem Frühstück sehr schwierig. Wie ich später erfahre, gibt es in Khon Kaen nur im Sofitel Raja Orchid die Möglichkeit, ein entsprechendes Frühstück zu erhalten und das zu einem exklusiven Preis.

Anschließend treffen wir uns mit Aranya und Michael. Wir durchsuchen mehrere Kaufhäuser nach Computerangeboten und vergleichen die einzelnen Offerten. Letztendlich lassen wir uns beim günstigsten Anbieter einen PC zusammenstellen. Neben der umfangreichen Hardware und dem HouseIn-Service, wird ein umfangreiches Softwarepaket vorinstalliert. Da der Computer zwischen 17.00 und 18.00 Uhr angeliefert werden soll, warten wir an zentraler Stelle auf ein Songtheaw.
Mit uns sind so viele Fahrgäste an Bord, dass Michael mit vier Thais hinten auf dem Trittbrett mitfährt. So erreichen wir Ban Kutkwang schwer beladen und legen die restlichen 300 Meter zu Fuß zurück.
Der Computer wird pünktlich angeliefert und aufgebaut. Nach kurzem Funktionstest fahren wir wieder nach Khon Kaen und essen auf dem dortigen Nachtmarkt. Da die Essensstände nicht in englischer Sprache beschriftet sind, verständigen wir uns mit Händen und Füssen.


 
 
   



 

Donnerstag, 21.01.2005
Heute wollen wir uns die Umgebung von Khon Kaen ansehen. Wir werden von Aranya, Michael und dem Nachbarn, der sich als Fahrer angeboten hat, in einem Pickup abgeholt.
Das erste Reiseziel ist der Ubon-Ratana-Staussee (Achtung externer Link - Sie verlassen unsere Seiten), 50 km von Khon Kaen entfernt. Wir besichtigen Thailands größten Stausee (450 qkm Fläche) und betreten auch die Staumauer. Unmittelbar am See befindet sich ein Hotel, dass eine gute Küche für "kleines" Geld bietet. Wir bezahlen für 2 Portionen gebratenen Reis mit Hähnchen, 3 Kaffee, 2 Eiskaffe und 3 Wasser gerade mal 120 Bath (2 ,40 Euro).




 



 

Das nächste Etappenziel erreichen Tina und ich auf der Ladefläche sitzend. Neben dem angenehmen Wind, der Sonne und der guten Aussicht auf die unterschiedlichsten Landschaftsformen, bietet die Ladefläche mehr Platz als die rückwärtigen Notsitze des Pickups. So erreichen wir den in unmittelbarer Nähe befindlichen weißen Big Buddha, der den Stausee überblickt. Wir entscheiden uns, die 1000 Stufen, tatsächlich sollen es aber nur 438 sein, zu Fuß zu gehen. Leider ist die Sicht durch Smog eingeschränkt.

HINWEIS:
Von Khon Kaen fahren Sie mit dem Bus Nr. 1474, der etwa ein halbe Stunde benötigt (Stausee und Buddha).




 
   
 



 

Unser nächstes Ziel, den Tempel Phra That Kham Kaen (30 km von Khon Khaen entfernt) erreichen wir ebenfalls auf der Ladefläche des Pickups. Unterwegs winken uns Kinder und auch Erwachsene immer wieder freundlich zu. Die 19 Meter hohe Pagode ist die wichtigste Sehenswürdigkeit in der Provinz Khon Kaen. Sie befindet sich auf dem Gelände Wat Chotiyaphum und wurde der Legende nach auf dem Stumpf eines Tamarinden-Baumes errichtet, der - nachdem er schon geraume Zeit ausgestorben war - eines Tages neue Sprossen hervorbrachte. Jedes Jahr zum Vollmond, Mai / Juni, wird hier dem Ereignis mit einem Fest gehuldigt. Die Wichtigkeit der Pagode wird durch die Tatsache unterstrichen, dass sie heute als Wappensymbol der Provinz gilt und dementsprechend häufig auf offiziellen Publikationen zu sehen ist.

HINWEIS:
Zur Anreise bieten sich die Busse, die in Richtung Udon Thani fahren an; man bittet den Schaffner bei phra thaat khm khään (so etwa spricht sie sich aus) zu halten.


 
 



 

Da wir am späten Nachmittag wieder in Khon Kaen sind, begeben wir uns zum Beung Kaen Nalchon-See, der ca. 10 Minuten Fußweg vom Guesthouse Europe entfernt liegt. Hier befinden sich kleinere Bars und Restaurants. Nach dem Besuch eines Internet-Cafes, die Mails in die Heimat müssen schließlich auch geschrieben werden, suchen wir wieder den Nachtmarkt auf, um hier abermals hervorragend zu essen (15 Minuten Fußweg vom Guesthouse Europe entfernt).

FREITAG, 21.01.2005
Am heutigen Tag schlafen wir sehr lange und werden durch Michael und Aranya abgeholt. Sie haben Moo und Em mitgebracht. Wir gehen zunächst in ein Bekleidungsgeschäft, um ein Kleid und Anzug für das Hochzeitspaar zu besorgen. Da wir ja die reichen Ausländer sind, bietet die Chefin an, dass wir ihr Haus inklusive Geschäft für schlappe 25.000.000,00 Baht (500.000,00 Euro) kaufen. Wenn es gewünscht ist, führt sie auch das Geschäft weiter. - Vielleicht im nächsten Leben! -
Anschließend gehen wir zur Bank und dann zum Oasis Shopping Center. In der obersten Etage gibt es einen hervorragenden Food-Market. Nach unserer Shoppingtour fahren wir mit einem Songtheaw in Richtung Ban Kutkwang. Hier sind die Vorbereitungen schon voll im Gange. Vor Aranyas Haus sind bereits überdachte Tische und Stühle aufgebaut. Einige Frauen bereiten Essen vor, dass für den heutigen Abend und den morgigen Vormittag benötigt wird. Abends erscheinen fünf Mönche. Für sie sind Plätze vorbereitet. Wasser und Eiswürfel stehen bereit. Doch zunächst "bestellen" die Mönche Coca Cola.


 
   
 



 

Moo hat sich bereits gegenüber den Mönchen platziert. Auf Em wartet die versammelte Mannschaft, da sie noch geschminkt wird. Nach einer Stunde ist die Zeremonie beendet. Die Segnung erfolgt durch die Mönche und anschließend durch die Gäste. Nachdem die Mönche das Haus verlassen haben, werden die Gäste mit Speisen und Getränken bewirtet. Parallel dazu bereiten die Frauen und auch einige Männer weitere Speisen zu.
Ich beteilige mich und schneide Fleisch und Leber. Ich werde bei der Zubereitung der Leber zunächst zusammengestaucht, da ich zu dick schneide. Man(n) lernt ja nicht aus!

SAMSTAG, 22.01.2005
Um 06.00 Uhr ist die Nacht vorbei. Heute steht die nächste Zeremonie an.
Mit etwas Mühe finden wir gegen 07.50 Uhr ein Tuk Tuk und lassen uns nach Ban Kutkwang fahren.
Vor Ort empfängt uns überlaute Musik. Die Feier ist bereits in vollem Gange. Um 09.00 Uhr beginnt die Zeremonie:
Moo und seine Verwandtschaft fahren vor. Singend und tanzend bewegen sie sich fröhlich auf das Haus der Braut zu und werden dort empfangen. Auch heute sieht Em wieder traumhaft schön aus.
Sie nehmen beide im Haus Platz und der Ortsvorsteher, festlich gekleidet, hält eine Rede, wobei sich die Gäste zwischendurch mit Gesang oder Kommentaren beteiligen. Nach der Rede erfolgt die Geschenkübergabe. Zunächst kommen die Verwandten und Freunde der Braut nach vorne und übergeben ihre Geldgeschenke entweder in die Hand des Bräutigams oder des Trauzeugens. Alternativ wird das Geld in einen Topf gelegt, der vor dem Hochzeitspaar steht. Jeder Gast bindet der Braut und dem Bräutigam ein Bändchen um das Handgelenk. Die Bänder sollen Glück bringen und müssen 3 Tage getragen werden.
Der offizielle Teil ist beendet.


 
 



 

Das Paar begibt sich jetzt ins Schlafzimmer und muss im Beisein der Gäste "Probeliegen". Speisen und Getränke wurden bereits ans Bett gebracht.
Jetzt beginnt die Feier mit reichlich leckerem Essen und Alkohol. Der ein oder andere Gast trinkt schon mal mehr als er sollte. Ich bleibe bei Kaffee und Wasser und mache mir damit teilweise keine Freunde, da ich angebotenen Schnaps mehrmals ablehne.
Gegen 14.00 Uhr ist Feier beendet. Geschirr und Gläser sind gespült - Tische, Stühle und Musik abgebaut. Wir verabschieden uns von der Familie und fahren ins Guesthouse. Für unser war es heute ein besonderer Tag an solch einem Ereignisse dabei zu sein. Viele Eindrücke und Emmotionen nehmen wir auf jeden Fall mit nach Hause.

Sonntag, 23.01.2005
Kurz vor unserer Rückkehr nach Bangkok besuchen wir noch mal das Dorf Ban Kutkwang. Gestärkt mit einem leckeren Frühstück fahren wir mit zwei Fahrzeugen zum Flughafen Khon Kaen. Familienmitglieder und Nachbarn begleiten uns und warten bis wir durch die Passkontrolle verschwinden. Abschiedsfotos werden geschossen. Aranya bleibt bei ihrer Familie.


 
 



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