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 THAILAND 2005
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BANGKOK - KANCHANABURI
 

Montag, 31.01.2005
Gegen Mittag landen wir wieder in Bangkok. Wir setzen uns in das nächste Taxi und lernen auch noch einmal dazu. Wir nutzen den Tollway und zahlen für die Nutzung insgesamt 60 Baht und einen Fahrpreis von 197 Baht. Bei den bisherigen Fahrten, unter Nutzung des Highways lagen wir immer im Bereich von 165 bis 175 Baht und einer Nutzungsgebühr von 40 Baht. Die Nutzung des Tollways ist schneller aber auch etwas teurer. Letztendlich handelt es sich aber um ein Differenzbetrag von unter einem Euro. Im Hotel angekommen, hat es mit der Reservierung wieder mal nicht geklappt.
Wir gönnen uns eine kleine Mittagspause, um uns dann zur Khao San Road zu begeben. Dort werden von uns "notwendige" Einkäufe erledigt. Wir erstehen einen schönen neuen Rucksack mit 100 Liter Fassungsvermögen. Da ich das Teil nicht mir rumschleppen will, wird Tina kurzerhand in einem Cafe "geparkt"und ich nehme mir ein Tuk-Tuk, um den Rucksack ins Hotel zu bringen. Mit dem Fahrer vereinbare ich einen Fahrpreis von 100 Baht (hin- und zurück). Als wir das Hotel wieder verlassen, bittet er mich um einen Gefallen. Er möchte mich zu einem Geschäft fahren, in dem ich mich ca. 10 Minuten aufhalten und ein bißchen gucken soll. Dann fahre er mich wieder zur Khao San Road. Er erhalte dann durch den Ladenbesitzer einen Coupon. Da der Fahrer nett und freundlich war, tue ich ihm den Gefallen, bin dann aber überrascht als ich im Ladengeschäft eines indischen Schneiders lande. Mit mal ein wenig gucken ist da nichts zu machen. Also lass ich mich auf ein wenig Konversation ein, so wie es im Rahmen meiner begrenzten Englisch-Kenntnisse möglich ist. Der Verkäufer ist sehr freundlich, höflich und unterstützt mich tatkräftig. Meine Defizite gleicht er mit links aus. Ich lasse mich durch das zweistöckige Geschäft mit hunderten Stoffballen führen und über die Preise aufklären.
Drei maßgeschneiderte Hemden sind für 3000 Baht (60 Euro) und ein Anzug mit Hemd für 7000 Baht (140 Euro) zu haben. Er verspricht dafür allerbeste Qualität und 24 Stunden nach Maß nehmen, Lieferung ins Hotel.
Ich erkläre ihm, dass wir noch vier Wochen unterwegs seien und ich natürlcih keine Lust habe, die Kleidung noch zusätzlich mit zu nehmen.
Er bietet zwei Möglichkeiten an:
Maß nehmen, Herstellung und Lagerung bis zur abschließenden Rückkehr nach Bangkok.
Alternativ natürlich die Möglichkeit am Ende unserer Reise zu ihm zu kommen und dann die Abwicklung vor zu nehmen.
Ich bedanke mich für die Beratung und verlasse nach 12 Minuten das Geschäft. Der Tuk-Tuk-Fahrer fragt, ob ich etwas gekauft habe, was ich verneine. Er erklärt, dass er nun einen Coupon über einen Liter Benzin erhalte. Hätte ich etwas gekauft, wären es 2 Liter gewesen.
Er bedankt sich noch einmal und bringt mich zur Khao San Road, wo Martina schon auf mich wartet. Nach einem leckeren Abendessen sind wir früh in unserem Hotel, da wir morgen unsere Tour nach Kanchanaburi machen.


 

DIENSTAG, 01.02.2005
Der Wecker fordert aufdringlich, dass wir aufstehen und unser Tagewerk angehen. Nach der Dusche finden wir uns auf der Straße wieder und halten ein Taxi an, dass uns zur Khao San Road bringt. Dort werden wir um 07.00 Uhr am Reisebüro abgeholt. Die Fahrt geht nach Kanchanaburi. (Achtung externer Link - Sie verlassen unsere Seite)

Unseren ersten Halt machen wir am Friedhof "War Cemerteries". Hier wandern schon die ersten Touristen entlang der Kriegsgräber. Ich komme mit einem israelitischen Pärchen (ca. 65-70 Jahre alt) ins Gespräch, die den Guide suchen, da sie die ein oder andere Frage gern beantwortet hätten. Ich bemühe mich, die Antworten zu geben, da ich die Gedenktafeln am Eingang gelesen hatte und hier ausreichende Informationen geliefert werden.



 
   



 

Weiter geht es dann in Richtung River Kwai Bridge und dem vorgelagerten "Jeath War Museum".
In diesem wird die Lebenssituation der Kriegsgefangenen geschildert und auf unterschiedliche Weise dokumentiert, die am Bau der Bahnlinie und der vorgenannten Brücke, unter der Knute der Japaner starben.


 
   



 

Von hier aus ist auch ein fantastischer Blick auf die River Kwai Brücke möglich. Es handelt sich dabei jedoch nicht mehr um das Original, sondern einem originalgetreuen Nachbau. Es sind lediglich 100 Meter bis zur Brücke, die auch betreten werden kann. Als ich mich in der Mitte befinde, um von hier aus Fotos und auch Videoaufnahmen zu machen, nähert sich ein Zug dieser Brücke und überquert diese.




 
   



 

Gegen 12.00 Uhr werden wir zu einem Restaurant gefahren und erhalten ein hervorragendes Mittagessen, dass im Preis enthalten ist. Getränke werden selbstverständlich selber bezahlt.

Danach besichtigen wir den "Sai Yok Noi-Wasserfall", den besser als Wasserfällchen bezeichnen sollte.
Anschließend werden wir zu einer Bahnstation gefahren (Nam Tok) und besteigen einen Zug. Die Fahrt dauert 51 Minuten und endet an der Bahnstation "Tha Kilen". Unterwegs ist das ein oder andere Motiv längs der Strecke zu besichtigen. Mittlerweile unterhalten wir uns mit unseren israelitschen Mitreisenden ausführlich über alle möglichen Themen. Am Ziel werden wir wieder von unserem Bus aufgenommen. Von hier aus geht es zum Wat Pha Luang Ta Bua (Tiger-Tempel). Wir sind gespannt und auch etwas aufgeregt.
Wie wir es aus dem Fersehbericht kennen, werden wir in eine kleine Schlucht geführt, in der 4 ausgewachsene und 2 kleine heranwachsende Tiger liegen. Der nachfolgende Ablauf ist durchorganisiert und auf touristische Belange abgestimmt:

Wir warten in einer Schlange mit anderen Touristen, bis wir, nachdem wir bereits 150 Baht Eintritt bezahlt haben, noch einmal 50 Baht pro Person bezahlen, damit wir während des Kontaktes mit den Tigern durch Angestellte fotografiert werden.
Zunächst geht es zum ersten Tigerpärchen. Hier wird man davor postiert. Anschließend nimmt man hinter dem zweiten Tigerpärchen Platz und abschließend seitlich der Jungtiger.
Einer dieser Jungtiger hat offensichtlich Hunger und verbeißt sich in meinen rechten Arm - aber gaaaanz vorsichtig. Es ist mehr ein Spielen. Trotz Touristenattraktion ist es ein schönes Erlebnis.

Der eigentliche Tempel steht in einem riesigen Areal, in dem auch andere Tiere, teilweise frei herumlaufen - Pferde, Hirsche, Rehe u.v.m..
Am frühen Nachmittag starten wir unsere Rückfahrt in Richtung Bangkok und erreichen die Khao San Road am frühen Abend.

Es war für uns ein eindrucksvoller und aufregender Tag.


 
 



 

MITWOCH, 02.02.2005
Da heute nur Touren innerhalb von Bangkok geplant sind, schlafen wir etwas länger. Kurz vor Mittag erreichen wir dann den Königspalast (Wat Phra Kaeo und Grand Palace). Die Gebäude sind nach nunmehr 6 Jahren immer noch beeindruckend, jedoch fast alle geschlossen. Die nicht geschlossen sind, in denen darf nicht fotografiert oder gefilmt werden. Darüber hinaus ist zu dieser Uhrzeit alles ziemlich überlaufen. Nach ca. 3 Stunden ist das Kulturprogramm geschafft, die wichtigsten Bilder geschossen und die imposantesten Szenen gefilmt. An der Kanonensammlung, hier saßen wir schon vor 6 Jahren, legen wir unsere verdiente Pause mit Wasser und Eis ein.


 
   



 

Anschließend entscheiden wir uns kurzfristig nicht zum Schneider zu fahren, zu dem mich der Tuk-Tuk-Fahrer gelotst hatte, sondern wir finden uns auf der Khao San Road wieder. Bis dahin ist es äußerst spannend, die teilweise sechspurigen Straßen ohne Fußgängerampel zu überqueren, und das bei reichlich Verkehr. Am Ziel angekommen, setzen wir uns ins Cafe, trinken Kaffee und Wasser und lesen ein wenig. Ich werde jedoch immer wieder von den Bildern auf der Khao San Road abgelenkt. Es ist äußerst aufregend, die verschiedenen "Typen", die sich durch die Mengen von Menschen, Tuk-Tuks und Taxen schieben, zu beobachten - eine bunte Mischung aus 70er-Jahre-Typen, den Normalos, den Ausgeflippten und auch junge Familien aus Europa mit Kleinstkindern. Dazwischen sind dann auch noch die "Hausherren" zu sehen.
Der Abend wird heute früh enden, da um 07.00 Uhr am nächsten Tag unser Flieger zum nächsten Ziel nach Kambodscha geht.


Bangkok | Koh Chang

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